Fahrbericht: Smart Brabus - Abschied vom flotten Straßenfloh

Kurz vor der Ablösung durch ein neues Modell ist das laufende meist am besten ausgereift. Wir wollten sehen, ob das auch für die erste Generation des kleinsten Fahrzeugs der Mercedes Car Group gilt und haben uns mit einem Smart Fortwo Brabus mit 55 kW / 75 PS für einen Grundpreis von 18 491,39 Euro ins Getümmel gestürzt.

Der Smart verdient sich seinen Spitznamen "Straßenfloh" wegen seiner Außenmaße. Er ist mit seiner Länge von 2500 mm und der Breite von 1515 mm nicht eben groß, bietet aber im Innenraum erstaunlich viel Raum für seine beiden Passagiere.

Bei der ersten Kontaktaufnahme mit dem Smart kommt einem schnell der Gedanke, "Da fehlt doch was?". Aber auch die Neugierde wird geweckt. Der Kofferraum birgt keine großen Überraschungen ist aber größer als die Außenmaße vermuten lassen. Der Transport von Getränkekisten dürfte bei einem Kofferraumvolumen von 150 Litern bis zur Gürtellinie oder 260 Litern bis unters Dach nicht leicht fallen. Im Zweifelsfall muss hier für den Transport größerer Güter der Beifahrersitz herhalten.

Der Innenraum überrascht mit großzügigen Platzverhältnissen. Fahrer und Beifahrer haben ausreichend Platz, und Kleinigkeiten können noch hinter den Sitzen verstaut werden. Das Gefühl der Großzügigkeit wird auch durch die Innenhöhe unterstützt.

Das Anfahren und das Beschleunigen mit dem Brabus ohne größeres Nicken oder Hüpfen - wie ein Floh - erfordert einige Übung. Das liegt an dem zunächst ungewohnten Umgang mit der Halbautomatik. Der Fahrer kann den Schaltzeitpunkt vorgeben, indem er den Gasfuß ein wenig anlupft. Tut er das nicht, sind kräftige Schaltrucke das Ergebnis. Als Spitzengeschwindigkeit erreicht der Brabus circa 150 km/h. Angenehm ist eine Geschwindigkeit von 120 km/h, da dann das Gespräch mit dem Beifahrer besser möglich ist.

Der Tacho befindet sich an der üblichen Stelle vor dem Fahrer. Die Uhr und der Drehzahlmesser sind mittig in Kugeln auf dem Armaturenbrett angebracht und können je nach Belieben einzeln gedreht werden, so dass entweder der Fahrer oder beide Insassen die Zeiger beobachten können. Das Zündschloss findet man hinter dem Schalthebel.

Besonders beim Warten vor der roten Ampel ist das Fahrerlebnis recht gewöhnungsbedürftig. Da kann es schon einmal vorkommen, dass man das Gefühl hat, der Lastwagen hinter einem steht mitten im Smart, denn der endet knapp hinter den Vordersitzen und die Stoßstange des Hintermannes steht da, wo sonst die hinteren Passagiere sitzen.

Der Smart, besonders der Brabus mit seinen auffälligen Alu-Rädern erregt auch heute noch Aufsehen, zum Teil positives, zum Teil amüsiertes. Man wird sehen, ob das mit seinem Nachfolger ähnlich sein wird. Smart jedenfalls will den Weg zum Trendauto weitergehen. Der Hersteller hat für den Pariser Salon Ende September das Nachfolgermodell angekündigt. (ar/nic) Letzte Änderung: 08.09.2006





Smart Fortwo Brabus. Foto: Auto-Reporter/DaimlerChrysler
Smart Fortwo Brabus. Foto: Auto-Reporter/DaimlerChrysler
Smart Fortwo Brabus. Foto: Auto-Reporter/DaimlerChrysler
Smart Fortwo Brabus. Foto: Auto-Reporter/DaimlerChrysler
Smart Fortwo Brabus. Foto: Auto-Reporter/DaimlerChrysler
Smart Fortwo Brabus. Foto: Auto-Reporter/DaimlerChrysler






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