Fahrer neuer Motorräder verunglücken häufiger
Wie beim Pkw gilt auch bei Motorrädern, dass Führerscheinneulingen vor allem Unerfahrenheit gepaart mit Übermut zum Verhängnis wird. So ist nicht angepasste Geschwindigkeit mit Abstand häufigste Unfallursache, gefolgt von zu geringem Abstand und gefährlichen Überholmanövern. Während in der Gruppe der 18- bis 21-jährigen junge Autofahrer nahezu dreimal so häufig bei Unfällen ums Leben kommen wie gleichaltrige Motorradfahrer, liegen bei den 25- bis 55-Jährigen klar die Motorradfahrer vor den Autofahrern. Gründe sind unter anderem die mangelnde Fahrpraxis durch deutlich geringere Jahreskilometerleistung als beim Auto und die große Zahl der Wiedereinsteiger.
Laut ADAC sind sich die Motorradfahrer meist selbst der größte Gegner, denn die meisten Unfälle mit Verletzungen oder Todesfolge (53 Prozent) sind Alleinunfälle ohne Fremdverschulden. Besonders risikofreudig scheinen dabei Fahrer neuer Maschinen zu sein. Sie verunglücken viermal so häufig wie Besitzer älterer Motorräder. Offensichtlich setzen sie sich vorab nicht ausreichend mit ihrem neuen Zweirad auseinander und erliegen auch hier rascher dem Übermut. Der ADAC empfiehlt daher vor allem unerfahrenen Motorradfahrern ein Sicherheitstraining. (ar/jri) Letzte Änderung: 24.06.2007
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