Faurecia rutscht tiefer in Verlustzone

Der von einem Schmiergeldskandal gebeutelte französische Automobilzulieferer Faurecia ist 2006 tiefer in die Verlustzone gerutscht. Wie das Unternehmen am Dienstag mitteilte, lag der Verlust bei 448 Millionen Euro nach 182 Millionen Euro ein Jahr zuvor. Der Umsatz stieg von 10,98 Milliarden Euro im Vorjahr auf 11,65 Milliarden Euro.



Für 2007 rechnet Faurecia mit einer Fortsetzung des 2006 erzielten Umatzwachstums sowie ab der zweiten Jahreshälfte mit einer Verbesserung des Betriebsgewinns. Der Konzern strebt eine deutliche Reduzierung der Restrukturierungskosten und eine weitere Eindämmung der Schulden an, hieß es.

Faurecia war im vergangenen Jahr in die Schlagzeilen geraten, weil das Unternehmen mehrere Mitarbeiter von Autofirmen bestochen haben soll, um sich Aufträge zu sichern. Mindestens drei Einkaufsmanager von VW und Audi sowie ein BMW-Mitarbeiter stehen im Verdacht, Schmiergelder von dem Zulieferer kassiert zu haben. Die Rede ist von 600 000 Euro bis 800 000 Euro pro Jahr, die an die Einkaufsmanager gezahlt wurden. Faurecia ist weltweit die Nummer 9 unter den Zulieferern. Wichtigster Kunde ist PSA Peugeot Citroen vor Volkswagen. (ar/sb) Letzte Änderung: 06.02.2007









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