Faurecia sagt Erhalt des Werks Stadthagen zu

Der durch einen Bestechungsskandal in die Schlagzeilen geratene französische Automobilzulieferer Faurecia wird das deutsche Hauptwerk in Stadthagen bei Hannover nicht schließen. Wie die IG Metall heute nach Verhandlungen mit dem Management mitteilte, würden allerdings 300 der insgesamt 1800 Stellen abgebaut. Bis 2008 solle der Stellenabbau abgeschlossen sein, außerdem werde die Produktion umgestellt. Betroffen von dem Abbau ist nur die Produktion.

Weil das Werk nicht ausgelastet ist, hatten Betriebsrat und Gewerkschaft befürchtet, der Mutterkonzern werde den Standort schließen. In Stadthagen werden Autositze produziert, auch Teile der Forschung und Entwicklung sind hier angesiedelt. Jetzt will Faurecia zehn Millionen Euro in ein neues Presswerk inverstieren, auf die Vergabe von Aufträgen nach außen verzichten und Produktionen von Polen nach Stadthagen zurückholen. Für die zu Entlassenden wird eine Qualifizierungsgesellschaft gegründet, die sie auf den heimischen Arbeitsmarkt vobereiten soll.

Die hochmoderne Pressanlage bezeichnete die IG Metall als einen Beustein für den Umbau des Werkes von der Volumenproduktion in ein Kompetenzzentrum für Sitze mit dichter Anbindung an Forschung und Entwicklung. Betriebsrat und Unternehmensleistung haben Gespräche über die Neuausrichtung des Werks abgekündigt. Geplant ist es, in Stadthagen vorwiegend hochwertige Arbeitsplätze anzusiedeln. Diese Umstrukurierung soll 2009 beginnen. (ar/sb/Sm) Letzte Änderung: 18.08.2006









Leser dieser News interessierten sich auch für folgende Themen:

Autonews Archiv
Aktuelle Umfrage
Würden Sie auf ein Auto verzichten, wenn Sie könnten?
Kfz-Newsletter
Jede Woche die aktuellen News über neue Autos, Termine und Unterhaltsames aus der Kfz-Branche
Newsletter abonnieren

Sie sind hier: Startseite > Autonews > Archiv > August 2006 > Faurecia sagt Erhalt des Werks Stadthagen zu