Faurecia startet zum ersten Mal bei Formula Student
Faurecia hat als Kooperationspartner für den Rennwagen den Gitterrohrrahmen gefertigt. Das interdisziplinäre Team "FHH Motorsport" hat anschließend ein Fahrwerk entwickelt, dessen Maße und Geometrie genau auf den Rahmen abgestimmt sein mussten. Weiterhin konstruierte das 20-köpfige Team aus Hannover die Pedalerie, baute Differenzial- und Lenkgetriebe ebenso wie eine Dämpfung ein und positionierte einen Vierzylindermotor im Rahmen. Letzterer wurde in Deutschland in dieser Ausführung bislang nur 15 Mal verkauft. Die Sitzschale wurde aus Glasfaserkunststoffen gefertigt.
Die Gruppe setzt sich interdisziplinär zusammen: Designstudenten gehören dem Team ebenso an wie Studenten der BWL, des Maschinenbaus und der Elektro-Technik. In allen Bereichen sieht sich das Team mit seinem 320 Kilogramm schweren Pegasus09 gut vorbereitet, um in den verschiedenen Wettbewerben zu punkten. Zu den Disziplinen gehören ein guter Geschäftsplan, ein Kostenbericht zu den zugekauften Teilen und ein Designbericht zu den konstruktiven Lösungen. Bei den dynamischen Prüfungen steht der Rennwagen mit seinen Leistungsmerkmalen im Vordergrund. Getestet werden Beschleunigung und Querbeschleunigung sowie die Rundenfahrzeit, für die eine gute Fahrdynamik sowie gute Beschleunigungs- und Handlingeigenschaften erforderlich sind. Die Teams mit den besten Rundenzeiten qualifizieren sich für die Hauptdisziplin - den "Endurance" -, in dem die meisten Punkte vergeben werden. Dort müssen sich die Fahrzeuge auf einer 22 Kilometer langen Strecke bewähren. Auch der Benzinverbrauch wird getestet. Nach der Hälfte der Distanz steht zudem ein Fahrerwechsel an.
Mit der Unterstützung des "FHH Motorsport Teams" hat Faurecia den Grundstein für eine dauerhafte Zusammenarbeit mit der FH Hannover gelegt. Für die Zukunft sind mit der Fachhochschule weitere studentische Entwicklungs- und Innovationsprojekte im Unternehmen geplant. (ar/jri)
Peter Schwerdtmann Letzte Änderung: 05.08.2009
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