Fiat spricht in Berlin über seine Pläne für Opel
Der stark verschuldete italienische Automobilhersteller erwartet Staatshilfe und sagt im Gegenzug den Erhalt der deutschen Standorte Rüsselsheim, Bochum, Eisenach und Kaiserslautern zu, allerdings mit verminderter Belegschaft. Der Fiat-Chef soll auch ein Treffen mit dem Klaus Franz, dem Vorsitzenden des Opel-Gesamtbetriebsrats vereinbart haben. Die Arbeitnehmervertreter hatten sich bisher gegen ein Zusammengehen mit Fiat ausgesprochen.
Betriebsrat und die Gewerkschaft IG Metall favorisieren offenbar ein Engagement des österreichisch- kanadischen Zulieferers und Auftragsfertigers Magna, der sich ebenfalls noch im Rennen befinden soll. Auch Magna soll in den nächsten Tagen seine Absichten bei Wirtschafsminister zu Guttenberg erläutern. Magna soll ein Konzept anbieten, an dem ein russischer Automobilhersteller und die russische Sberbank beteiligt sein sollen. Magna soll für Opel fünf Milliarden Euro geboten haben.
Inzwischen wird gemeldet, der Kern der geplanten eigenständigen GM-Europa-Firma stehe fest. Dazugehören sollen in Europa die Opel- und die Vauxhall-Gesellschaften mit allen weltweiten Aktivitäten mit Ausnahme des neuen Werks in St. Petersburg. Auch die GM-Marke Chevrolet soll außen vor bleiben. (ar/Sm)
Peter Schwerdtmann Letzte Änderung: 03.05.2009
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