Ford entwickelt neue Methode zur Messung der Kontakttemperatur
Die reale Temperatur von Gegenständen, die weder beheizt noch gekühlt werden, entspricht der der Umgebung. Die gefühlte Temperatur, die so genannte Kontakttemperatur, hingegen entsteht durch eine Reizung der Kälterezeptoren in der Haut und bestimmt bei der Berührung eines Gegenstandes das entsprechende Empfinden.
Die Kontakttemperatur kann auf Basis der so genannten Wärmeeindringzahl berechnet werden. Sie beschreibt, mit welcher Intensität die Körperwärme zum berührten Gegenstand abgeführt wird, wodurch die gefühlten Unterschiede entstehen. So leiten beispielsweise Schaumstoffe die Körperwärme kaum ab, Metalle hingegen sehr stark.
Die Wärmeeindringzahl der meisten Stoffe ist bekannt. Bei Verbundstoffen mit unterschiedlichen Metallanteilen, sowie bei Lacken und anderen Oberflächen unterschiedlicher Dicke ist dieser Wert jedoch meist unbekannt. Mithilfe einer neuen Apparatur, kann die fehlende Größe nun ermittelt werden. Bisher waren solche Messungen nur in einem aufwendigen Verfahren möglich, in dem ein Gegenstand von zwei Seiten erfasst werden musste. Die neue Methode hingegen ermöglicht die Messung von nur einer Seite und somit die Anwendung an eingebauten Teilen im Fahrzeug. Die gemessenen Daten werden anschließend mit den Ergebnissen aus Versuchen mit Probanden abgeglichen und bewertet, mit dem Ziel, die Materialauswahl und Oberflächenbeschaffenheit im Fahrzeuginnenraum weiter zu optimieren. (ampnet/jri)
Peter Schwerdtmann Letzte Änderung: 17.02.2010
Leser dieser News interessierten sich auch für folgende Themen:
- Bislang größter Hybrid-Auftrag für Fuso außerhalb Japans
- Fiat bietet für den Ducato bonitätsabhängiges Leasing
- Busen geht in Ruhestand
- 6000 Euro-Spende für Förderverein der Peter-Pan-Schule
- US-Politiker wollen Akio Toyoda vorladen lassen


