Ford feiert den sechsmillionsten Transit
Vorläufer des Transit waren 1953 der deutsche Ford FK 1000 und der britische Thames-Van, der ein Jahr später auf den Markt kam. Der FK 1000 erhielt 1960 mit der Bezeichnung Ford Taunus Transit auch erstmals den Markennamen "Transit". Zu Beginn der sechziger Jahre kristallisierte sich jedoch immer stärker ein wachsender Bedarf nach einem leistungsfähigeren Nutzfahrzeug heraus, das ein höheres Ladevolumen mit größerer Zuladungskapazität, einer größeren Variabilität und einem agileren Motor vereinte. Anforderungen, die weder der Ford Taunus Transit FK 1000 noch der Ford Thames erfüllen konnten, da sie jeweils auf Pkw-Chassis basieren.
Unter dem Projektnamen "Redcap" (Rotkäppchen) fiel in England der Startschuss für die Transit-Entwicklung. Anfang 1963 standen das Design und das Produktkonzept, die Produktionsplanung und die Kostenstrukturen für die neue Baureihe endgültig fest und die Fahrzeugentwickler machten sich ans Werk. Fast hätte Ford den neuen Transporter in Großbritannien unter dem Namen "V-Serie" eingeführt. Erst in letzter Sekunde erteilt der spätere Vorstandsvorsitzende von Ford in Großbritannien, Sir William Batty, diesem Plan eine Absage: Nur wenige Wochen vor der offiziellen Präsentation wollte Batty noch einmal ein Vorserienexemplar persönlich in Augenschein nehmen und bekam eine linksgelenkte, für den deutschen Markt bestimmte Version zu sehen, die den "Transit"-Schriftzug trugt. Die Bezeichnung überzeugte ihn und der Modellname für ganz Europa stand fest.
Der erste echte Transit rollt am 9. August 1965 im Nutzfahrzeugwerk Langley in der britischen Grafschaft Berkshire vom Band. Für die ersten Modelle stehen ein 1,7-Liter-Benziner mit 74 PS und ein 2,0 Liter großer Ottomotor mit 86 PS sowie ein 44 PS starker Perkins-4/99-Diesel zur Auswahl. (ampnet/jri)
Peter Schwerdtmann Letzte Änderung: 30.04.2010
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