Ford: Restrukturierungspläne verschärft

Der zweitgrößte US-Autobauer Ford will Medienberichten zufolge im Rahmen seiner Restrukturierung noch mehr Stellen abbauen als zunächst angekündigt. Auch weitere Werksschließungen seien nicht ausgeschlossen. Wie das "Wall Street Journal" heute in seiner Onlineausgabe berichtet, sollen in den kommenden Monaten 6000 Stellen von Angestellten gestrichen werden, um die Kosten bei den Gehältern zu reduzieren.

Ursprünglich sahen die Pläne des Managements vor, bis 2012 etwa 30 000 Stellen zu streichen und 14 Werke zu schließen. Nach einem Minus von rund 250 Millionen Dollar im zweiten Quartal stehe Ford unter Druck, die Sanierungsmaßnahmen zu beschleunigen. In den kommenden zwei Jahren sollten vier Werke geschlossen werden, jetzt erwäge Ford eine Beschleunigung der Schließung, so das Blatt. Zunächst sahen die Pläne vor, mindestens zehn Prozent bei den Gehältern zu sparen, inzwischen sei die Rede von 30 Prozent. Allerdings wolle das Unternehmen den Arbeitnehmern das Ausscheiden über Abfindungen schmackhaft machen und auf Entlassungen verzichten.

In den vergangenen Tagen war mehrfach über einen möglichen Verkauf der Nobel-Töchter Jaguar, Land Rover und Aston Martin spekuliert worden. Dabei brachten Berichte Südkoreas größten Autobauer Hyundai mit Jaguar in Verbindung. Inzwischen haben die Koreaner ein Interesse bestätigt, eine Kaufabsicht allerdings dementiert. (ar/sb) Letzte Änderung: 18.08.2006









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