Ford senkt Produktion in den USA drastisch
Bereits in laufenden dritten Quartal sollen rund 20 000 Autos weniger als ursprünglich geplant von den Bändern rollen. Die gesamte Produktion soll etwa 3,05 Millionen Autos betragen, was im Vergleich zum Vorjahr einen Rückgang von neun Prozent bedeuten würde. Im Juli war der US-Absatz rund ein Drittel auf 241 339 Fahrzeuge eingebrochen, Toyota setzte erstmals mehr Autos ab als Ford und rückte auf den zweiten Platz nach General Motors vor.
Wie das "Wall Street Journal" gestern in seiner Onlineausgabe berichtet, sollen in den kommenden Monaten 6000 Stellen von Angestellten gestrichen werden, um die Kosten bei den Gehältern zu reduzieren. Ursprünglich sahen die Pläne des Managements vor, bis 2012 etwa 30 000 Stellen zu streichen und 14 Werke zu schließen. Nach einem Minus von rund 250 Millionen Dollar im zweiten Quartal stehe Ford unter Druck, die Sanierungsmaßnahmen zu beschleunigen. In den kommenden zwei Jahren sollten vier Werke geschlossen werden, jetzt erwäge Ford eine Beschleunigung der Schließung, so das Blatt. Zunächst sahen die Pläne vor, mindestens zehn Prozent bei den Gehältern zu sparen, inzwischen sei die Rede von 30 Prozent. Allerdings wolle das Unternehmen den Arbeitnehmern das Ausscheiden über Abfindungen schmackhaft machen und auf Entlassungen verzichten. (ar/sb) Letzte Änderung: 19.08.2006
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