Ford spendiert Mondeo, S-Max und Galaxy neuen 2,2-Liter-Turbodiesel
Bei der Entwicklung des Motors standen für die Ford-Ingenieure kraftvolle und harmonische Leistungsentfaltung, Geräuschkomfort und Laufkultur im Lastenheft. Zum Erreichen dieser Ziele kombinierten sie bei dem Vierventil-Vierzylinder unter anderem eine Common-Rail-Direkteinspritzung der dritten Generation mit neuartigen Piezo-Injektoren und Siebenloch-Einspritzdüsen und einen Turbolader mit variabler Turbinen-Geometrie. Das Ergebnis ist ein Triebwerk mit einem maximalen bereits bei 1750 Umdrehungen anliegenden Drehmoment von 400 Newtonmeter - im Overboost-Modus stehen sogar 420 Nm zur Verfügung -, was sich in jeder Menge Schub über das fast gesamte Drehzahlband und hoher Elastizität niederschlägt. Für den Alltagsbetrieb wichtiger als die Höchstgeschwindigkeiten von bis zu 223 km/h und die 8,7 Sekunden für den Sprint von 0 auf 100 (jeweils beim Mondeo).
Bei ersten Testfahrten erwies sich, dass die Leistungs-Daten nicht nur auf dem Papier stehen, sondern auch auf die Straße gebracht werden können. Zudem zeichnete sich der Turbodiesel durch eine hohe Geräusch- und Vibrationsarmut aus, die schon Premium-Ansprüchen genügt. Trotz zügiger Fahrweise hielt sich erfreulicherweise der Verbrauch in Grenzen. Die theoretischen Werte von 6,2 Liter pro Kilometer (165 CO2 g/km) konnten beim Mondeo zwar nicht ganz realisiert werden, doch immerhin wurde die Sieben-Liter-Marke nicht überschritten. Berücksichtigt man darüber hinaus, dass der neue Motor gegenüber dem 2,0-Liter TDCi mit 140 PS lediglich 1250 Euro mehr kostet, sollten die angestrebten Verkäufe realistisch sein.
Zeitgleich ergänzt Ford seine drei größten Modellreihen mit zwei sportlich-luxuriösen Ausstattungslinien. Mit der Variante "Titanium S" bei Mondeo (ab 27 750 Euro) und S-MAX (ab 36 750 Euro) sowie beim Galaxy mit der Linie "Titanium". Die Titatium-S-Ausstattung basiert auf der bisherigen Top-Version und zeichnet sich nicht nur durch äußerliche Details wie Heckstoßfänger, markante Seitenschweller oder einen veränderten Kühlergrill aus, sondern auch durch einen aufgewerteten Innenraum inklusive bequemer Sportsitze. Auch das Fahrwerk wurde um 15 Millimeter tiefer gelegt. Straffer abgestimmte Federn und Dämpfer sorgen für ein noch agileres Fahrverhalten und reduzieren die Rollneigung. So viel Sportivität hätte man vor allem beim S-MAX nicht vermutet.
Beim Galaxy basiert der "Titanum" auf der bisherigen Spitzenausstattung Ghia und verfügt ebenfalls über zahlreiche sportive Details. Ein Sportfahrwerk, adaptiv mitlenkende Scheinwerfer mit Abbiegelicht, Leichtmetallräder und Sportsitze vorn sind einige der neuen Ausstattungs-Merkmale der jetzt luxuriösesten Version der Großraum-Limousine. Bei einem Einstiegspreis von 34 000 Euro (2,0-Liter-Benziner mit 107 kW/145 PS) ein ebenfalls mehr als faires Angebot. (ar/hhg) Letzte Änderung: 02.05.2008
Fords neuer 2,2-Liter-Duratorq TDCi mit 129 kW / 175 PS. Foto: Auto-Reporter/Ford
Ford Mondeo Titanium S. Foto: Auto-Reporter/Ford
Ford S-Max Titanium S. Foto: Auto-Reporter/Ford
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