Forschungsprojekt AKTIV: MAN stellt praxistaugliche Forschungsergebnisse vor
Mit der aktiven Gefahrenbremsung sollen vor allem schwere Auffahrunfälle vermieden werden. Der Fahrer erhält dazu optische und akustische Signale, wenn die Gefahr eines Auffahrunfalls besteht. Ein MAN TGX 18.540 wurde zur Demonstration der aktiven Gefahrenbremsung mit einer Radar- und Videosensorik ausgestattet. Dieses System erkennt zudem stehende Hindernisse und leitet einen automatischen Bremseingriff ein, wenn der Fahrer auf vorangegangene Warnungen nicht reagiert hat. Um eine größtmögliche Fahrerakzeptanz zu erreichen, werden die aktuelle Fahreraufmerksamkeit sowie die Situation auf den Nachbarspuren in die Berechnung der Warnzeitpunkte und des Bremseingriffs einbezogen.
Die von MAN Nutzfahrzeuge entwickelte integrierte Querführung hält den Lkw automatisch in einer definierten Soll-Position innerhalb der Fahrspur. Dazu erfasst eine Kamera den Spurverlauf sowie die Position des Lkw. Abweichungen von der Soll-Position werden mit einem Querregler durch einen kontinuierlichen Lenkeingriff vermieden bzw. auf ein akzeptables Minimum reduziert. Das System unterstützt so zum Beispiel bei der Durchfahrt von Baustellen und anderen Engstellen die Fahrzeugführung und verringert die Gefahr von Staus und Unfällen. Zusätzlich erfasst eine Radarsensorik entgegenkommende Lkw und bewirkt, dass die Soll-Position des eigenen Fahrzeuges hin zum Fahrbahnrand verlagert wird. (ampnet/nic)
Peter Schwerdtmann Letzte Änderung: 24.06.2010
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