Fritz Kuhn: Wir brauchen Verbrauchsvorschriften nach Fahrzeugklassen

Fritz Kuhn, der Vorsitzende der Bundestagsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen traf bei der Pressekonferenz der Faktion im Rahmen der Internationalen Automobil-Ausstellung (IAA) eine Aussage, die den Bundesministern für Verkehr und für Wirtschat ebenso gefallen dürfte wie der deutschen Automobilindustrie: " Wir brauchen verbindliche Verbrauchsobergrenzen für die einzelnen Klassen." Die Partei unterstützt also den deutschen Ansatz, in Brüssel Grenzwerte zu erreichen, bei denen das Fahrzeugsegment berücksichtigt wird.

Gleichzeitig aber unterstrich der Fraktionsvorsitzende die Forderung, den Grenzwert für den durchschnittlichen CO2-Ausstoß aller in Europa produzierten Fahrzeuge bis 2012 auf 120 Gramm Kohlendioxid pro Kilometer zu begrenzen. Kuhn sieht die Rolle der Grünen als die eines Schiedsrichters, der darüber wacht, ob es sich bei den erzielten Fortschritten der Industrie um echte im Sinne der Umwelt handelt, oder "ob nur Kosmetik obendrauf". Fritz Kuhn: "Wir sind hier, um positive Beispiele zu ermutigen."

Der Verkehrsexperte der Fraktion, Winfried Hermann, brachte mit der Aussage "Das Auto ist mit rund 17 Prozent ursächlich verantwortlich für den Klimawandel" das Credo der Partei in die Pressekonferenz ein. Seine Forderungen für Sofortmaßnahmen: Tempo 120, eine Beschneidung der Höchstgeschwindigkeit aller Fahrzeuge bei 160 km/h. Mittelfristig wollen die Grünen Fahrzeuge, die weitgehend klimaneutral betrieben werden können, keine Schadstoffe ausstoßen, leise fahren, keine schweren Unfälle mehr verursachen und in ein integriertes Verkehrssystem eingebettet sind. (ar/Sm) Letzte Änderung: 11.09.2007









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