Fußgängerschutz: Die großen Dicken sind die Schlimmsten
Eine Analyse zeige jedoch, dass von den Herstellern noch zu wenig getan werde, um Fußgänger vor schweren, oft sogar tödlichen Verletzungen zu schützen. Vor allem in der Klasse der Geländewagen (SUV) gibt es überwiegend schlechte Ergebnisse. Dies treffe besonders auf Fahrzeuge über 2,5 Tonnen zu, da diese Fahrzeuge von der Prüfung des Fußgängerschutzes im Rahmen des europäischen Zulassungsverfahren befreit sind. Konsequenz: Von zehn untersuchten SUV bekommen nur die Hälfte einen Stern, zwei weitere, der Hyundai Santa Fe und der Jeep Grand Cherokee, gar keinen. Mit dem Nissan Pathfinder gibt es lediglich ein Fahrzeug, das mit 18 Punkten immerhin ganz nahe an drei Sterne herankommt, teilt der ADAC mit.
Etwas besser sieht bei den SUV unter 2,5 Tonnen aus. Hier hat es der Toyota RAV 4 auf drei von vier möglichen Sternen gebracht. Besonders kritisch bei allen Off-Roadern: der Aufprallbereich in Hüfthöhe. Die seit 2005 bestehende Norm schreibt in diesem Punkt keine Belastungswerte vor, obwohl er am zweithäufigsten Verletzungen bei Fußgängern bewirkt.
Um bei künftigen Modellen die Verletzungsschwere bei Unfällen von Autos mit Fußgängern zu mildern, fordert der ADAC von den Herstellern beispielsweise nachgiebige Stoßfänger, die das Bein des Unfallopfers sowohl am Unter- wie auch am Oberschenkel unterstützen. Außerdem sei eine Energie absorbierende Gestaltung der vorderen Haubenpartie notwendig. Außerdem erwartet der ADAC in Zukunft weiche Oberflächen der Motorhaube, um den Aufprall des Kopfes abzumildern sowie Motorhauben, die seitlich über die Kotflügel gezogen sind, um harte Stoßkanten im oberen Bereich zu vermeiden. (ar/hg) Letzte Änderung: 20.02.2007
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