Gebrauchtwagenmarkt 2006 im Plus

Mit rund 57 Milliarden Euro ist der Markt der gebrauchten Pkw im vergangenen Jahr um rund 2,9 Prozent gewachsen. 6,73 Millionen verkaufte Gebraucht-Pkw (Vorjahr 6,66 Millionen) seien ein "Ergebnis der Hoffnung", sagte ein Sprecher des Deutschen Kraftfahrzeuggewerbes in Bonn. Vorläufigen Zahlen zufolge habe der Handel seinen Marktanteil von knapp über 50 Prozent stabilisieren können.

Ähnlich dem Geschäft mit neuen Pkw habe das Autojahr 2006 auch bei Gebrauchten eine regelrechte Berg- und Talfahrt vollzogen. "Acht Monate mit Zuwächsen, vier mit Rückgängen" ließen bis Oktober ein Vorjahres-Niveau vermuten. Das höchste Plus habe es im November mit 6,9 Prozent gegeben, den stärksten Rückgang mit 19,5 Prozent im April. Der Jahresendspurt habe zum kumulativen Plus von 1,2 Prozent geführt. Das Kfz-Gewerbe sieht den Gebrauchtwagenmarkt "im kleinen Gang auf der Überholspur". Für das neue Autojahr erwarte die Branche rund 6,8 bis 6,9 Millionen Besitzumschreibungen. Dies sei noch eine Differenz von fast einer Million Besitzumschreibungen zum bisher besten Gebrauchtwagen-Jahr mit 7,7 Millionen verkauften Gebrauchten im Jahr 1999.

Der verhaltene Optimismus im Kraftfahrzeuggewerbe stütze sich auch auf die Erwartung, dass die Gesamtzahl der verkauften neuen und gebrauchten Pkw auch im Autojahr 2007 zumindest stabil bleibt. Nach zehn Millionen in 2005 seien im Vorjahr insgesamt 10,2 Millionen Pkw verkauft worden. Die Umsätze mit neuen und gebrauchten Pkw addierten sich auf rund 137 Milliarden Euro, davon entfielen knapp 94 Milliarden Euro auf den automobilen Fachhandel. (ar/sb) Letzte Änderung: 12.01.2007









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