Geely will 2008 auf US-Markt starten
Für die Exportfahrzeuge entsteht derzeit eine neue Fabrik in der Hafenstadt Ningbo mit einer Kapazität von bis zu einer Million Autos pro Jahr. Bisher hat Chinas einziger privater Autobauer vor allem Kleinwagen im Programm, die umgerechnet nicht viel mehr als 3000 Dollar kosten. Nur mit niedrigen Preisen sei ein Einstieg auf dem US-Markt möglich, sagte Li Shufu. Ursprünglich hatte Geely seinen Marktstart in den USA für 2007 angekündigt, dann aber wieder verschoben. Besonders mit den strengen US-Abgasnormen tun sich die Chinesen bisher schwer.
Danach ist Europa dran, zitiert das Blatt den Manager. Erst Spanien, Italien und Frankreich; irgendwann auch Deutschland. In zehn Jahren will Geely zwei Millionen Autos fertigen, davon 1,3 Millionen für den Export. Bisher rollen bei den Chinesen 175 000 Autos pro Jahr von Band. Dabei setzt Shufu auf Eigenregie: Teile will Geely selbst produzieren und auf Zulieferer weitgehend verzichten. Das sei besser und billiger. Die bisherigen Gehversuche chinesischer Hersteller in Europa waren allerdings recht holprig: Der Landwind machte Schlagzeilen mit einem legendär schlechten Crashtest-Ergebnis, bei der in Bonn durchgeführten offiziellen Europa-Premiere des Brilliance BS6 zeigte sich bei ersten Fahreindrücken, dass er durchaus noch jede Menge Feinschliff vertragen kann. Nicht einmal die Preise zwischen 19 000 bis 23 000 Euro überzeugten. Dass chinesische Autobauer binnen weniger Jahre auch auf unseren Straßen rollen werden, steht trotzdem außer Frage. (ar/sb) Letzte Änderung: 12.02.2007
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