Gegen Wildunfälle hilft vor allem weniger Tempo
Anhand der Daten können die Verwaltungen gemeinsam mit Experten der Jagd, der Polizei und der Landwirtschaft Verkehrsschauen an Wildunfallstellen vornehmen und Maßnahmen zur Verbesserung der Verkehrssicherheit ergreifen. Neben Schritten der Kommunen kommt es laut ADAC vor allem auf die Erfahrung und die Umsicht der Autofahrer an, um eine Kollision mit Wildtieren zu vermeiden.
Auf eine stärkere Rücksichtnahme der Autofahrer setzt der DJV. Alle 2,5 Minuten kommt ein Reh unter die Räder, für seltene Arten wie die Wildkatze sind Wildunfälle nach Angaben des Jagdschutz-Verbands sogar Todesursache Nummer eins.
Neben technischen Maßnahmen wie der Einrichtung von Wildbrücken oder elektronischen Warnanlagen setzt der DVR bei der Wildunfallbekämpfung einen Schwerpunkt auf die Verkehrsaufklärung. "Runter vom Gas"' laute die wichtigste Regel, um Wildunfällen vorzubeugen. Die Autofahrer seien gefordert, ihre Fahrweise an die jeweilige Verkehrssituation anzupassen. Dies gelte in besonderem Maße für Landstraßen, wo sich etwa 60 Prozent aller tödlichen Unfälle ereignen. (ampnet/jri)
Peter Schwerdtmann Letzte Änderung: 22.04.2010
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