Geht mit Musik wirklich alles besser?
"Es kommt auf die Situation und die Musik an", sagt Bernd Pund. Er ist Verkehrspsychologe bei der TÜV NORD GRUPPE. Seine Empfehlung: Bewusst Musik im Auto ein-, aber auch ausschalten, Musik darf beim Auto fahren nicht stören.
Wenn Konzentration beim Fahren notwendig ist, ist das Hören von Musik mit Gesang ungünstiger als das Hören von Instrumentalmusik (gilt nicht für Techno, Bass und Drums, House und verwandte Musikstile). Der Textanteil der Musik bindet einen Teil der Aufmerksamkeit und der Informationsverarbeitung, so dass Vokalmusik als Belastung und Überforderung besonders in stressigen Fahrsituationen wirken kann. Bernd Pund: Auf Musik mit Gesang verzichten, wenn die „mentale“ Aufnahme des Textes ablenkt. Besonders in Situationen, die Konzentration und Umsicht verlangen, „verpufft“ ein Teil der Aufmerksamkeit für das Verkehrsgeschehen durch die unabsichtliche Wahrnehmung des Textes in der Musik.
Wer sich an zu lauter Musik berauscht, muss im Extremfall auch mit den bei anderen Rauschzuständen bekannten Beeinträchtigungen beim Autofahren rechnen.
Was für Musik gilt, gilt erst recht für gesprochenes Wort: Nachrichten, das Telefonat mit Freisprecheinrichtung und die Unterhaltung im Auto sollte den nicht komplexen Fahrsituationen vorbehalten sein. Letzte Änderung: 03.01.2004
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