"Gemeinsame Sache" von ZDK und DUH
Aber "gewisse Situationen erfordern ungewöhnliche Allianzen", begründet ZDK-Präsident Robert Rademacher den gemeinsamen Auftritt von Kraftfahrzeuggewerbe, Deutscher Umwelthilfe, BUND und VCD in Berlin. In einer gemeinsamen Pressekonferenz sagte das Kraftfahrzeuggewerbe jetzt zu, bis auf Weiteres keine Partikelfiltersysteme der auffällig gewordenen Hersteller zu verbauen. Damit sei sichergestellt, dass die zum Einsatz kommenden Systeme qualitativ hochwertig seien und bis zu 70 Prozent der Feinstaubpartikel binden würden.
Das Kraftfahrzeuggewerbe geht davon aus, dass sich bis zum Ende des Förderzeitraums im Jahr 2009 insgesamt 1,2 bis 1,5 Millionen Fahrzeugbesitzer für eine entsprechende Nachrüstung ihrer Fahrzeuge entscheiden. Eine 20-prozentige "Erfolgsquote" der rund acht Millionen zur Nachrüstung geeigneten Diesel-Pkws sollte im Interesse der Umwelt der unterste Wert sein. - Dass sich die langjährigen Bemühungen der DUH um eine entsprechende Feinstaubverordnung durch einige wenige Hersteller von Filtersystemen in Wohlgefallen auflösen könnten oder deren Durchsetzung zumindest eine Verzögerung drohte, wollen die Umweltschützer nicht akzeptieren. Sie begrüßten die ZDK-Zusage, kündigten aber an, ihre "Schmuddelfilterliste" im Internet gegebenenfalls weiterhin zu veröffentlichen.
Bei aller Umrüstbereitschaft wird viele Autofahrer dennoch die Frage beschäftigen, ob sich all die Mühe lohnt. Daran hat die Deutsche Umwelthilfe keinen Zweifel. Eine messbare Entlastung der "Feinstaubfrachten" sei allein schon deshalb unabdingbar, um die Nachrüstungen zum Erfolg zu führen. - Das eine geht wohl nicht ohne das andere. "Gemeinsamen Sache" eben. (PS/ar)
Entnommen aus PS-Automobilreport www.automobilreport.com Letzte Änderung: 08.11.2007
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