Genf 2010: Porsche präsentiert Hybridversion des 911 GT3 R
Der Rotor des Schwungradspeichers dreht sich mit bis zu 40 000 Umdrehungen pro Minute. Die Energie wird mechanisch in Form von Rotationsenergie gespeichert. Aufgeladen wird der Schwungradspeicher bei Bremsvorgängen, wenn die beiden Elektromaschinen an der Vorderachse ihre Funktion umkehren und als Generatoren arbeiten. Aus dem geladenen Schwungradspeicher kann der Pilot bei Bedarf, also beim Beschleunigen aus Kurven heraus oder während Überholvorgängen, dessen Energie abrufen, indem das Schwungrad im Generatorbetrieb elektromagnetisch abgebremst wird und so aus seiner Bewegungsenergie bis zu 120 kW Leistung für die beiden Elektromotoren an der Vorderachse liefert. Diese Zusatzleistung steht dem Fahrer nach jedem Ladevorgang jeweils für eine Dauer von etwa sechs bis acht Sekunden zur Verfügung.
Energie, die früher beim Bremsvorgang ungenutzt in Wärme umgewandelt wurde, kann so beim Porsche in zusätzliche Antriebskraft umgesetzt werden. Der Hybridantrieb wird je nach Rennsituation aber nicht nur leistungs-, sondern auch verbrauchsorientiert eingesetzt. Dies steigert die Effizienz und ermöglicht ein geringeres Tankgewicht oder spätere Boxenstopps.
Der 911 GT3 R Hybrid wird nach seiner Premiere in Genf auf dem Nürburgring bei Langstreckenrennen erprobt werden. Teil des Tests ist auch ein Start beim 24-Stunden-Rennen auf der Nordschleife des Nürburgrings am 15. und 16. Mai 2010. (ampnet/jri)
Peter Schwerdtmann Letzte Änderung: 11.02.2010
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