Geprüften Automobil-Serviceberater
· Lehrgänge beginnen im Februar 2006
Der Automobil-Serviceberater ist die Schnittstelle zwischen der Werkstatt und dem Kunden, der sein Fahrzeug zur Wartung oder Reparatur bringt. Die Leistung des Beraters ist nicht nur von entscheidender Bedeutung für die Kundenzufriedenheit, sondern er muss daneben Leistungen seines Unternehmens im Gespräch mit den Kunden verkaufen. Wegen dieser Besonderheiten des Berufbilds wurden von der Gütegemeinschaft "Geprüfter Automobil-Serviceberater" – einem Zusammenschluss aus dem Verband der Automobilindustrie (VDA), dem Verband der Importeure von Kraftfahrzeugen (VDIK), des Zentralverbandes Deutsches Kraftfahrzeuggewerbe (ZDK) sowie Bosch – ein differenziertes Anforderungsprofil für den Serviceberater sowie Standards für ein Ausbildungskonzept entwickelt. Als einziger Automobilzulieferer bietet Bosch die neue Ausbildung an, nachdem das Unternehmen dafür die Zertifizierung von der Gütegemeinschaft erhielt. Im Bosch Service Training Center (STC) in Plochingen – dort werden Kfz-Werkstattmitarbeiter theoretisch und praktisch in moderner Kraftfahrzeugtechnik geschult – beginnen im Februar 2006 neue Lehrgänge zum "Geprüften Automobil-Serviceberater". Die Ausbildung kann online über das Bosch Service-Extranet gebucht werden.
Umfangreiche Ausbildungsinhalte
Voraussetzung für die Ausbildung zum geprüften Automobil-Serviceberater ist eine abgeschlossene Berufsausbildung, etwa zum Servicetechniker oder Kfz-Meister. Aber auch erfahrene Kaufleute aus dem Automobilbereich kommen dafür in Frage. Sie müssen zuvor jedoch einen anspruchsvollen technischen Eingangstest bestehen.
Die Ausbildung zum geprüften Automobil-Serviceberater dauert bei Bosch etwa zehn Monate und ist zweigliedrig aufgebaut. Zu den Ausbildungsinhalten gehören neben technischen Themen rund um die Fahrzeug-Diagnose vor allem Inhalte wie Gesprächsführung, Reklamationsbehandlung und Kundenzufriedenheit. Die Ausbildung beginnt im Kfz-Betrieb des Kursteilnehmers mit einer Betriebsphase. Anschließend gibt es abwechselnd Theorie-Seminare und Betriebsphasen. Insgesamt gibt es von Bosch fünf Seminarblöcke mit insgesamt 22 Theorie-Schulungstagen, die regional veranstaltet werden. Im STC findet am Ende der Ausbildung die zweitägige Prüfung in Theorie und Praxis statt.
Während der Ausbildungsphasen wird der angehende Serviceberater von einem Ausbildungsverantwortlichen des eigenen Kfz-Betriebes betreut. Diese Ausbildungsverantwortlichen begleiten in Verbindung mit dem Betriebsphasen-Handbuch, an dem sich die betriebliche Ausbildung orientiert, den angehenden Serviceberater.
Um die Akzeptanz des neuen Ausbildungsgangs und seine Praxisnähe zu erhöhen, wurden bei Bosch die Inhaber von Bosch-Service-Betrieben sehr früh in die Konzeption der Ausbildung und die Entwicklung von Leitbild und Anforderungsprofil für die Serviceberater eingebunden. So gehört zum Ausbildungskonzept von Bosch auch ein eintägiger Workshop, an dem die Inhaber von Kfz-Betrieben zunächst teilnehmen müssen, bevor sie einen Mitarbeiter zur Ausbildung anmelden können. Hier werden ihnen Konzept und Anforderungsprofil der Ausbildung vermittelt. So werden sie in die Lage versetzt, geeignete Bewerber für die Ausbildung auszuwählen. Denn bei den geprüften Automobil-Serviceberatern ist nicht allein technische Fachkompetenz gefragt, sondern vor allem kommunikative Fähigkeiten.
Letzte Änderung: 31.08.2005
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