GM erneuert Übernahmeangebot für Chrysler

Die mögliche Übernahme von Chrysler erhält neue Nahrung für Spekulationen. Heute vermeldet die "Detroit News" unter Berufung auf Unternehmenskreise Details eines Angebotes von General Motors (GM) an die DaimlerChrysler-Tochter. Demnach hat GM zehn Prozent seiner Aktien für eine Übernahme geboten. Im Gegenzug soll DaimlerChrysler eine Milliarde für die Kosten der Gesundheitsvorsorge ab GM zahlen. Gemeinsam sollen dann beide Unternehmen die mächtige Gewerkschaft UAW zu Geständnissen bei Gehältern Gesundheits- und Altersvorsorge bewegen.

Das Angebot, zehn Prozent der Aktien für Chrysler zu bieten, hatte GM angeblich bereits im Januar unterbreitet. DaimlerChrysler hatte die Offerte als zu niedrig abgelehnt. Ende vergangener Woche hatte der kanadische Automobilzulieferer Magna gemeinsam mit einem Private Equity-Unternehmen zusammengetan haben, um DaimlerChrysler ein Angebot für die Chrysler Group zu unterbreiten. Magna und sein bisher unbekannter Partner haben offenbar rund 4,6 Mrd bis 4,7 Mrd US-Dollar (rund 3,5 Mrd Euro) für die amerikanische Tochter geboten. Dieses Angebot entspricht etwa 20 Prozent bis 25 Prozent des Werts der Chrysler Group. Das Gerücht, Magna sei an der Chrysler Group interessiert hält sich bereits seit geraumer Zeit. Dem Zulieferer wird unterstellt, auf diese Weise sein Geschäft mit den Chrysler-Marken absichern zu wollen. DaimlerChrysler hatte wiederum erklärt, es sei keine Entscheidung gefallen, ob Chrysler verkauft oder saniert werde.

In den vergangenen Wochen tauchen fast täglich Spekulationen über mögliche Chrysler-Interessenten auf. Angeblich haben sich Vertreter der der Investmentgesellschaft Centerbridge Partners mit Chrysler-Chef Tom LaSorda getroffen, um über einen möglichen Kauf zu verhandeln. Der kanadische Automobilzulieferer Magna sei ebenfalls mit einer Delegation zu Gesprächen angereist. Neben Centerbridge waren auch die Blackstone Group und Cerberus Capital Management mit der DaimlerChrysler-Tochter in Verbindung gebracht worden. Letztere hatte den ehemaligen DaimlerChrysler und Volkswagen-Manager Wolfgang Bernhard als Berater ins Boot geholt, um von dessen Erfahrungen bei Chrysler zu profitieren. (ar/os) Letzte Änderung: 26.03.2007









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