GM und Renault-Nissan verhandeln weiter
Gestern erst hatte Ghosn das Einsparpotenzial im Fall einer Allianz nach einer Anlaufphase pro Jahr auf zehn Milliarden Dollar beziffert. GM hatte sich in den vergangenen Wochen kaum zu den Verhandlungen geäußert, es sickerten jedoch Informationen durch, dass aus Sicht der Amerikaner Renault-Nissan die größeren Vorteile aus einer Zusammenarbeit ziehen könnte.
Ghosn sagte gestern, es sei klar erkennbar, dass Synergien möglich seien. Allerdings komme eine Kooperation nur in Frage, wenn eine stabile Allianz ohne Schwächung eines Partners zustande komme. Er bringt die Vorteile einer Allianz aufs Papier, warnt aber gleichzeitig vor einem schnellen Ende der Verhandlungen. Ende vergangener Woche hatten US-Medien berichtet, eine mögliche Allianz zwischen dem US-Autoriesen und dem französisch-japanischen Konzern stehe vor dem Aus. Die Unternehmen hatten Mitte Juli Verhandlungen über eine Kooperation begonnen und sich 90 Tage zur Prüfung einer Allianz eingeräumt. Weil die Restrukturierungspläne von GM schneller greifen als erwartet, sei eine Zusammenarbeit nicht mehr interessant, hieß es zwischenzeitlich. Jetzt sind weitere Verhandlungen angekündigt - und lassen Raum für neue Spekulationen. (ar/sb) Letzte Änderung: 27.09.2006
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