GTÜ: Alte Autos einmal im Jahr zur Hauptuntersuchung

Auch bei insgesamt leicht rückläufigen Beanstandungen an untersuchten Pkws gibt die Gesellschaft für Technische Überwachung (GTÜ) keine Entwarnung. Bei einem Gesamtfahrzeugbestand von rund 42 Millionen Pkws summieren sich die 17 Prozent der bei Hauptuntersuchungen mit sogar erheblichen Mängeln auffällig gewordenen Fahrzeuge auf immerhin acht Millionen Personenwagen. Knapp die Hälfte (47 Prozent) der von der Überwachungsorganisation Überprüften absolvierten den Check fehlerfrei.

Mängelbehaftet sind in besonderem Maße Fahrzeuge, die älter sind als neun Jahre. 72 Prozent dieser Fahrzeuggruppe waren zu beanstanden, fast jedem vierten Fahrzeug (24 Prozent) mussten erhebliche Mängel attestiert werden, und dieser Fahrzeugbestand nimmt weiterhin zu. Grund zur Kritik boten vor allem Unzulänglichkeiten im Bereich Beleuchtung/Elektrik (21,9 Prozent), Achsen und Räder sowie Bremsanlagen (jeweils 18,8 Prozent) und in Sachen Umweltbelastung durch Abgase, Ölverluste oder Lärmentwicklung (15,8 Prozent).

Auffallend sei, so die GTÜ, dass aus Kostengründen unterlassene Reparatur- und Wartungsarbeiten offenbar die Ursache dafür seien, dass auch die Zahl der festgestellten Mängel pro Auto stark ansteige. Aus diesen Gründen fordert die Gesellschaft nachdrücklich, Fahrzeuge, die älter als neun Jahre seien, jährlich einer Hauptuntersuchung zu unterziehen. (ar/PS) Letzte Änderung: 06.04.2008









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