Guttenberg: Das Fiat-Konzept ist interessant
Einem Bericht des "Handelsblatts" zufolge, will der italienische Konzern ohne eigene Schulden bei Opel einsteigen. "Fiat will hier eine Konstruktion schaffen, die das möglich macht", erläuterte der Minister. Marchionne sehe einen Überbrückungsbedarf, der sich aus den Schulden und den Pensionsverbindlichkeiten von General Motors in Europa ergebe. Der soll sich nach Schätzungen von Fiat auf fünf bis sieben Milliarden Euro belaufen und europaweit über staatliche Bürgschaften oder Garantieren gedeckt werden könnte. Ein Anteil für Deutschland wurde noch nicht beziffert.
Die rheinland-pfälzische Landesregierung reagierte verärgert auf Absicht des Fiat-Konzerns. Der Mainzer Wirtschaftsminister Hendrik Hering (SPD) nannte die Pläne zum Werk in Kaiserslautern "nicht akzeptabel". Es sei nicht hinzunehmen, wenn ein Einstieg von Fiat auf Kosten eines kompletten Opel-Standortes gehen solle. Der Betriebsratschef Alfred Klingel des Opel-Werks Kaiserslauterer erklärte, man werde sich "unter dieser Voraussetzung gegen Fiat massiv wehren".
Fiat erwägt die Ausgliederung seiner Autosparte und deren Zusammenlegung mit Chrysler und dem Europageschäft von General Motors. Der italienische Hersteller wäre damit in Europa die Nummer eins in Europa und die Nummer zwei weltweit. (ar/Sm)
Peter Schwerdtmann Letzte Änderung: 04.05.2009
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