Hälfte der Hersteller will Händlerverträge neu gestalten

Wegen der zunehmenden Marktsättigung und der Neuregelung der Kfz-Gruppenfreistellungsverordnung überdenken derzeit viele Autohersteller und Importeure ihr Vertriebsnetz. Das Center of Automotive der Fachhochschule der Wirtschaft (FHDW) in Bergisch Gladbach hat in einer Studie 26 von ihnen zur zukünftigen Neuwagenstrategie befragt.

Die überwiegende Mehrheit der Hersteller und Importeure gab in der Untersuchung an, keine weiteren Niederlassungen oder Markenwelten errichten zu wollen. Die Hälfte der Befragten, und dabei besonders die japanischen Hersteller, wollen mit Blick auf die 2010 auslaufende Kfz-Gruppenfreistellungsverordnung die Händlerverträge neu gestalten. Ein Viertel der Hersteller und Importeure beabsichtigt, eine Netzkündigung auszusprechen.

Überwiegend bevorzugen die Hersteller grundsätzlich kleine bis mittlere Autogruppen und eigentümergeführte Autohäuser. Kriterien wie Größe oder Kapitalstärke spielen bei der Händlerauswahl keine Hauptrolle. Die Erhöhung der Marktausschöpfung wird mit Ausnahme von zwei befragten Marken Vorrang vor der Senkung der Vertriebskosten eingeräumt. Nach wie vor erwartet gut die Hälfte der in Deutschland vertretenen Autofirmen von ihren Händlern Markenexlusivität. (ar/jri) Letzte Änderung: 30.06.2008









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