Händler wollen Fonds für Opel anlegen

Auch wenn Bundeswirtschaftsminister Karl-Theodor zu Guttenberg keine wirklichen Neuigkeiten von seinem USA-Besuch mitgebracht hat, so kommt doch Bewegung in die Bemühung um eine Rettung von Opel. Heute (19.3.2009) traf sich der deutsche Händlerverband in Darmstadt und hat sich zu einer Beteiligung am Unternehmen bereit erklärt. Voraussetzung müsse aber auch Hilfe des Staates sein.

Die Händlerschaft erklärt sich bereit, von jedem verkauften Opel-Neuwagen in den nächsten drei Jahren rund 150 Euro in einen Fonds einzuzahlen. Mit dem Geld wird dann eine Beteiligung an einem vom US-Mutterkonzern General Motors weitgehend unabhängigen Unternehmen angestrebt. Dem Beispiel sollen alle der europäischen Händlerorganisation von Opel und der britischen Schwestermarke Vauxhall angeschlossenen Autohäuser folgen.

Die Bundesregierung hat derweil den Unternehmensberater Roland Berger mit ins Boot geholt. Er soll auch nach Investoren für den angeschlagenen Autobauer suchen. Bis dahin spricht sich Carl-Peter Forster, Chef von General Motors Europe, für vorübergehende Staatshilfen aus. Für die Bundesregierung ist dabei jedoch eine entscheidende Frage, ob das Unternehmen in Deutschland eine systemrelevante Position hat.

Bei Opel klafft derzeit eine Finanzlücke von rund 3,3 Milliarden Euro. (ar/jri) Letzte Änderung: 19.03.2009









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