Halbjahresergebnisse 2010 / Nachhaltige Leistung in allen Bereichen / Strategische Entwicklung in China
Kernpunkte
* Umsatzzuwachs um 20,8 % dank erfolgreicher neuer Modelle, steigenden Marktanteilen und einer weltweit hohen Nachfrage
* Operatives Ergebnis aus betrieblicher Tätigkeit mit 1.137 Millionen Euro deutlich im Plus, gegenüber einem Verlust von 826 Millionen Euro in der Vorjahresperiode
* Deutliche Erholung des operativen Ergebnisses aus betrieblicher Tätigkeit in der Automobilsparte: 525 Millionen Euro, gegenüber einem Verlust von 904 Millionen Euro in der Vorjahresperiode
* Das Programm zur Leistungssteigerung trug 854 Millionen Euro zum operativen Ergebnis bei
* Anteil des Konzerns am Nettoergebnis: 680 Mio. Euro
* China: Deutliche Steigerung der Rentabilität bei DongFeng Peugeot Citroën Automobile und Abschluss eines Abkommens über ein Gemeinschaftsunternehmen mit Chang'an (vorbehaltlich Genehmigung der zuständigen Behörden)
Vereinfachte Erfolgsrechnung
in Millionen Euro 2009 1. HJ 2009 1. HJ 2010 Umsatz 48.417 23.497 28.394 Operatives Ergebnis aus betrieblicher Tätigkeit (689) (826) 1.137 Umsatzrendite aus betrieblicher Tätigkeit (%) -1,4 -3,5 4,0 Einmalige Erträge und Aufwendungen (727) (506) (69) Operatives Ergebnis (1.416) (1.332) 1.068 Anteil des Konzerns am Nettoergebnis (1.161) (962) 680 Nettoergebnis je Aktie (in Euro) (5,12) (4,24) 3,00
Philippe Varin, Vorsitzender des Vorstands von PSA Peugeot Citroën, erklärte: "Der Konzern ist gut aufgestellt, um wieder nachhaltig Gewinn zu erwirtschaften. Die Halbjahresergebnisse wurden von Zuwächsen bei den Marktanteilen sowie den erfreulichen Resultaten des Programms zur Leistungssteigerung getragen.
Die Gründung eines zweiten Gemeinschaftsunternehmens in China fördert unsere Bestrebungen, das Geschäft im außereuropäischen Ausland auszubauen. 2015 dürften wir bereits die Hälfte aller Fahrzeuge außerhalb Europas verkaufen, während es am Jahresanfang 2010 erst ein Drittel war."
Ausblick
Für 2010 rechnet der Konzern mit einem Rückgang des europäischen Automobilmarktes um 7%. In China wird für den gleichen Zeitraum ein zweistelliges, in Lateinamerika ein deutliches einstelliges Wachstum erwartet. Trotz der in der nächsten Monaten immer schwieriger werdenden Marktbedingungen in Europa und der traditionellen saisonalen Schwankungen dürfte das Ergebnis der Automobilsparte im 2. Halbjahr dicht an der Gewinnschwelle liegen. Vor diesem Hintergrund erwartet der Konzern im Geschäftsjahr 2010 ein operatives Ergebnis aus betrieblicher Tätigkeit von 1,5 Milliarden Euro.
Konsolidierte Konzernergebnisse
* Der Umsatz stieg um 20,8 % auf 28.394 Millionen Euro. Auf vergleichbarer Basis betrug der Zuwachs 15,5 %. Die Übernahme von Emcon und Plastal durch Faurecia führte zu einer Änderung des Portfolios um 1.277 Mio. Euro.
* Das operative Ergebnis stieg steil auf 1.137 Millionen Euro, gegenüber einem Fehlbetrag von 826 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum. Die Umsatzrendite belief sich damit auf 4,0 %. Alle Sparten konnten ihr operatives Ergebnis deutlich steigern.
* Die außerordentlichen betrieblichen Aufwendungen beliefen sich auf 69 Millionen Euro gegenüber 506 Millionen Euro in der Vergleichsperiode 2009. Nach hohen Sanierungs- und Wertminderungskosten in der Automobilsparte und bei Faurecia im 1. Halbjahr 2009 gingen die außerordentlichen betrieblichen Aufwendungen in den ersten sechs Monaten 2010 deutlich zurück.
* Die Finanzaufwendungen beliefen sich auf 241 Millionen Euro gegenüber 226 Millionen Euro in der Vergleichsperiode 2009. Der Anstieg ergab sich aus den Zinsen auf den vom französischen Staat gewährten Kredit, die zum Teil von den reduzierten Finanzierungskosten bei Faurecia wettgemacht wurden.
* Die Steuern auf Einkommen und Gewinn betrugen 227 Millionen Euro gegenüber einem Steuerertrag von 470 Millionen Euro im Vergleichszeitraum des Vorjahres. Diese Steuerlast ist auf die verbesserte Ertragslage des Konzerns zurückzuführen.
* Der Anteil des Konzerns am Nettogewinn belief sich auf 680 Millionen Euro, eine deutliche Wende nach dem Fehlbetrag von 962 Millionen Euro in der Vorjahresperiode.
* Der Gewinn je Aktie bezifferte sich auf 3,00 Euro, gegenüber einem Verlust von 4,24 Euro im Vergleichszeitraum 2009.
Ergebnisse nach Sparten
Automobilsparte
in Millionen Euro 2009 1. HJ 2009 1. HJ 2010 Umsatz 38.265 18.658 21.174 Operatives Ergebnis aus betrieblicher Tätigkeit (1.257) (904) 525 Umsatzrendite (in % des Umsatzes) -3,3 -4,8 2,5 Operatives Ergebnis (1.820) (1.326) 459
Der Umsatz der Automobilsparte stieg im 1. Halbjahr 2010 um 13,5 % auf 21.174 Mio. Euro. Die Erlöse aus dem Neuwagengeschäft stiegen im 1. Halbjahr 2010 durch den Absatzrekord um 14,7 % auf 15.820 Millionen Euro gegenüber 13.797 Millionen Euro in der Vorjahresperiode. Dieses Ergebnis spiegelt die starke Dynamik der Marken Peugeot und Citroën wider, die ihren Marktanteil in Europa von 13,7 % auf 14,5 % steigern konnten.
* Das operative Ergebnis aus betrieblicher Tätigkeit stieg im Berichtszeitraum auf 525 Millionen Euro, gegenüber einem Fehlbetrag von 904 Mio. Euro in der Vergleichsperiode 2009. Die Umsatzrendite erholte sich auf 2,5 %. Die verbesserten operationellen Rahmenbedingungen trugen mit 575 Millionen Euro zu diesem Ergebnis bei.
* Das Programm zur Leistungssteigerung erhöhte das Ergebnis aus gewöhnlicher Geschäftstätigkeit um 854 Mio. Euro. Dieses Ergebnis entspricht dem Ziel, in 2010 ein Drittel der angestrebten Einsparungen von 3,3 Millionen Euro bereits 2010 zu erzielen.
* Der Lagerbestand von 482.000 Fahrzeugen entspricht dem Bedarf, da die Produktion im August pausiert und die Nachfrage in Großbritannien im September besonders hoch ist.
Strategische Entwicklung in China
Die operative Leistung in China verbesserte sich im 1. Halbjahr 2010 deutlich. Das beschleunigte Programm zur Leistungssteigerung bei DongFeng Peugeot Citroën Automobile führte zu einem beträchtlichen Anstieg der Verkäufe und des Gewinns. Die Verkäufe stiegen um 50 % auf 176.000 Fahrzeuge, während sich das Konzern-Nettoergebnis auf 97 Mio. Euro erhöhte.
Der Konzern schloss kürzlich mit Chang'an Automobile einen Vertrag über die Gründung eines Gemeinschaftsunternehmens. Diese zweite chinesische Jointventure, die bis Anfang 2011 von den zuständigen Behörden genehmigt werden sollte, erlaubt dem Konzern, in China leichte Nutzfahrzeuge entwickeln und ermöglicht der Marke Citroën, die DS-Linie auf den Markt zu bringen.
Faurecia
in Millionen Euro 2009 1. HJ 2009 1. HJ 2010 Umsatz 9.292 4.380 6.826 Operatives Ergebnis aus betrieblicher Tätigkeit (92) (187) 217 Umsatzrendite (in % des Umsatzes) -1,0 -4,3 3,2 Konzern-Nettoergebnis (417) (361) 112
* Faurecia bestätigte den Aufschwung im 1. Halbjahr 2010 mit einer Umsatzrendite von 3,2 % (217 Millionen Euro).
* Zu den Highlights des Berichtszeitraums zählen die Eingliederung von Emcon Technologies und Plastal Germany, sowie die Übernahme von Plastal Spain.
Gefco
in Millionen Euro 2009 1. HJ 2009 1. HJ 2010 Umsatz 2.888 1.395 1.716 Operatives Ergebnis aus betrieblicher Tätigkeit 102 7 122
* Gefco erzielte hohe Umsatz- und Gewinnspannen, die der Erholung der weltweiten Automobilmärkte und des Produktionsniveaus entsprechen.
Banque PSA Finance
in Millionen Euro 2009 1. HJ 2009 1. HJ 2010 Nettoergebnis aus Banktätigkeit 943 470 505 Umsatz 1.823 915 919 Operatives Ergebnis aus betrieblicher Tätigkeit 498 244 269
* Die Banque PSA Finance steigerte das Nettoergebnis aus Banktätigkeit um erfreuliche 7,4 % auf 505 Millionen Euro. Die Referenz-Risikokosten sanken von 0,53 % Ende 2009 auf 0,47 %.
* Dank einiger erfolgreicher Refinanzierungsmaßnahmen verfügt die Banque PSA Finance über eine hohe Liquidität. Banque PSA Finance emittierte seit dem 1. Januar 2010 mittelfristige Anleihen in Höhe von 2.7 Mrd. Euro, und hat damit den Großteil ihres Finanzierungsbedarfs 2010 gedeckt.
Finanzlage
* Die Nettoverschuldung der Industrie- und Vertriebsaktivitäten wurde verringert. Zum 30. Juni 2010 lag sie bei 1.732 Millionen Euro, gegenüber 1,993 Millionen Euro zum 31. Dezember 2009.
Diese Verringerung ist dem positiven Free Cash-flow von 341 Millionen Euro zu verdanken. Der Anstieg des operativen Cash-flows auf 1.771 Millionen Euro hat hierbei den Entwicklungsaufwand von 1,201 Millionen Euro mehr als wettgemacht. Der Konzern hielt die Entwicklungs- und Investitionsaufgaben trotz der Krise konstant, um die Konzeption neuer Modelle sowie die Entwicklung neuer Technologien zu fördern.
* Solide Finanzstruktur und Bilanz
Mit einer Liquidität von 10,4 Milliarden Euro ist die Bilanz der Industrie- und Vertriebsaktivitäten solide. Zum 30. Juni 2010 stieg das Eigenkapital um 1398 Millionen auf 13.845 Millionen Euro. Das entspricht einer Schuldenquote von 12,5 % ggü. 16 % Ende 2009.
Paris (ots) Letzte Änderung: 28.07.2010
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