Hella sucht nach flexiblen Lösungen für Bezüge der Mitarbeiter

Der unter Druck geratene Automobilzulieferer Hella hat seinen Mitarbeitern bei einer möglichen Lohnkürzung neue Lösungen in Aussicht gestellt. Wie die "Süddeutsche Zeitung" heute berichtet, sollen nicht wie geplant Weihnachts- und Urlaubsgeldes gestrichen werden, sondern in einen variablen Lohnbestandteil umgewandelt. Hella-Vorstandschef Rolf Breidenbach zufolge müssen die Beschäftigten dann nicht auf Bezüge verzichten, wenn das Modell greife.

Mitte Juli hatte der Lampenspezialist angekündigt, die Löhne der 24 000 Beschäftigungen weltweit - davon 11 000 an den deutschen Standorten - deutlich zu kürzen und die 40-Stunden-Woche wieder einführen zu wollen. Die IG Metall hatte die Pläne abgelehnt. Bei einem Treffen sollte über die Forderungen der Unternehmensführung verhandelt werden. Eine der Bedingungen der IG Metall ist, das Hella ein Familienunternehmen mit der klaren Strukturierung in die Bereiche Lampen, Handel und Elektronik bleibt.

Jetzt soll am 22. August mit Arbeitnehmervertretern über das weitere Vorgehen verhandelt werden. Breidenbach räumte ein, dass Hella im Kerngeschäft mit Scheinwerfern und Leuchten Verluste mache, aber auch andere Unternehmensbereiche betroffen seien. Noch vor einem Monat hatte Hella betriebsbedingte Kündigungen nicht ausgeschlossen, aber keine Zahlen über einen möglichen Stellenabbau genannt. (ar/sb) Letzte Änderung: 14.08.2006









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