Hintergrund: "Augen zu und durch!"

Seit der sogenannte Weltklimarat - von der UNO beauftragt, mit "öffentlichen Mitteln" finanziert -, vor einer vom Menschen gemachten Erderwärmung warnt, hat er einer hörigen Politik die argumentative Keule in die Hand gegeben, mit der sich, wie zu erleben ist, Drohgebärden inszenieren lassen. Vor allem in Richtung der Autofahrer.

Das Schreckensszenario lässt sich erstaunlich vielseitig vermarkten. Es bringt jede Menge Geld in die Kassen. Dass den Thesen des Klimarats von ehrenwerten Klimaforschern - organisiert im "alternativen Klimarat" - längst heftig widersprochen wird, berührt die Kämpfer gegen den befürchteten Klimawandel offensichtlich nicht im Mindesten. Sie handeln nach dem Motto: Augen zu und durch!

Nur jetzt nicht wankelmütig werden! Wie ein bockiges Kind reagiert die Politik, einmal auf einen vom Menschen gemachten Klimawandel festgelegt, angesichts gegenteiliger Auffassungen auf Basis wissenschaftlicher Erkenntnisse. Können CO2-Alarm und Erderwärmung die Menschen doch wunderbar in Schach halten. Mit der Klimakeule lassen sich an vielen Fronten Gelder eintreiben. Eine einmalige Chance!

Je mehr Menschen sich auch mit ganz gegensätzlichen Auffassungen konfrontiert sehen, desto schwerer wird es die Politik haben, den alten Kurs zu halten. Wer sich der Wahrheit nähern will, muss in der Debatte zur wissenschaftlichen Durchdringung von Ereignissen auch konträre Standpunkte zulassen und kann sich nicht allein auf eine gültige "offizielle Meinung" zurückziehen. Solange auch in der Geschichtsforschung nur die Deutungshoheit zählt, die politische Regenten beanspruchen, und es nachgerade für strafwürdig gehalten wird, festgefügte Argumentationen infrage zu stellen, hinkt die Freiheit der Wissenschaft.

Dasselbe gilt für die Klimaforschung, die bislang völlig einseitig geführt wird, indem allein die These gilt, dass anthropogene Treibhausgase zu deutlichen Klimaveränderungen führen werden, wenn der Mensch nicht gegensteuert und den CO2-Ausstoß verringert. Andernfalls - mehr als genug ist davon zu hören und zu lesen - drohten verheerende Unwetter, anhaltende Dürreperioden, Überschwemmungen. Dass ernsthafte Zweifel an der Wahrscheinlichkeit einer solch düsteren Zukunft bestehen, haben renommierte Wissenschaftler wiederholt geäußert. Grundsätzlicher Einspruch wird nicht erhört.

Inzwischen aber haben sich Klimawissenschaftler aus 16 Ländern zu einem "alternativen Klimarat" zusammengeschlossen und mit einer Klimastudie darauf aufmerksam gemacht, dass "die vom IPCC verwendeten Modelle zur Simulation der Klimaentwicklung nicht mit den gemessenen Daten übereinstimmen". Damit seien "alle daraus gezogenen Schlüsse nichtig" und dürften nicht für die Begründung von einschneidenden sogenannten Klimaschutz-Maßnahmen verwendet werden. Insbesondere dann, heißt es weiter, "wenn diese große Kosten und dirigistische Eingriffe in die Freiheitsrechte der Bürger nach sich ziehen".

Angesichts dieser neuen argumentativen Front, die der "alternative Klimarat" aufmacht, dürfte die Losung derer feststehen, die den Thesen des IPCC wie einem unerschütterlichen Glaubensbekenntnis zuneigen: Nur jetzt nicht auf Kurskorrekturen einlassen. Augen zu und durch! Koste es, was es wolle. (ar/PS/WR)

(Entnommen aus der aktuellen Ausgabe des Branchen-Informationsdienstes PS-Automobilreport) Letzte Änderung: 12.07.2008









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