Hintergrund: Porsche geht nicht nach Detroit
Präsenz wird in Nordamerika 2008 unter anderen auf den Messen in Chicago, Los Angeles, Miami, New York und Toronto gezeigt. Dass von den 36.669 im Geschäftsjahr 2005/06 in Nordamerika verkauften Fahrzeugen mehr als 20.000 ihre Käufer an der West- und Ostküste fanden, hat die Entscheidung Porsches wesentlich mitbestimmt. So sei diese Neuordnung der Messeaktivitäten auch eine "strategische Unternehmensentscheidung". Sie soll ein Beitrag für einen möglichst effizienten Einsatz der begrenzten Ressourcen sein.
Besonderer Wert wird dabei auf Kundennähe gelegt. Bereits vor zwei Jahren wurde eine generelle Reduzierung der Messeauftritte eingeläutet, von der potenzielle Kundenkreise aufgrund einer Fokussierung auf Direktkontakte profitieren sollen. Lautes Nachdenken unter den deutschen Automobilherstellern über das Verhältnis von Aufwand und Nutzen des Detroiter Branchentreffs gab es bereits im vergangenen Jahr.
Die Kosten für derartige Auftritte haben mittlerweile eine Größenordnung erreicht, die das Selektieren derartiger Termine angeraten erscheinen lassen. Ein weiterer Stein des Anstoßes ist zudem der Charakter der Detroiter Autoshow; wird hier statt einer Publikumsmesse vor allem doch eine Medienveranstaltung abgehalten. Der Rang als wichtigste US-Messe könnte ihr eines Tages von der LA-Show streitig gemacht werden. Bislang jedoch fand sich die Branche mehr oder weniger komplett immer wieder am Detroit-River ein. Das wird nun anders. Man darf gespannt sein, ob dem Beispiel Porsches andere folgen. (ar/PS/A. R.)
(Entnommen aus der aktuellen Ausgabe des Branchen-Informationsdienstes PS-Automobilreport)
Letzte Änderung: 16.06.2007
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