"Ich hatte nicht das Bedürfnis, zu einer bestimmten Clique zu gehören" - Michael Ballack spricht im ROLLING STONE über Gesänge im Auto, Depeche Mode und die DJs der Nationalmannschaft
Zu Ballacks musikalischen Favoriten zählt neben Soul und Hip-Hop vor allem die englische Gruppe Depeche Mode, die er im Februar 2010 nach einem Konzert in der Londoner Royal Albert Hall kennenlernte: "Das war schon Wahnsinn, ein großer Moment für mich: mit den Helden meiner Teenager-Jahre in London hinter der Bühne zusammenzukommen." Die Begeisterung für Pop ging beim jungen Ballack allerdings nie übers reine Musikhören hinaus: "Ich habe mich aber nie speziellen Richtung angeschlossen. Ich hatte nicht das Bedürfnis, zu einer bestimmten Clique zu gehören. Meine Freunde haben das auch akzeptiert."
Im Alltag der Fußballmannschaften hat Pop in den letzten Jahren stark an Bedeutung gewonnen, glaubt Ballack: "Früher wäre es bei uns zum Beispiel undenkbar gewesen, dass in der Kabine vor einem Spiel Musik läuft. Selbst dass Spieler im Bus, auf dem Weg zum Stadion, einen Kopfhörer aufsetzen, wäre aus disziplinarischen Gründen gar nicht möglich gewesen. Heute gibt es Spieler, die hören bis kurz vor Anpfiff noch Musik auf dem iPod."
Für die anstehende Weltmeisterschaft in Südafrika fehlt dem deutschen Team laut Ballack allerdings noch ein musikalischer Anführer. Gerald Asamoah und Kevin Kuranyi, die bei früheren Turnieren als Kabinen-DJs auftraten, hätten noch keinen geeigneten Nachfolger: "Die Position ist tatsächlich frei."
Das komplette Interview mit Michael Ballack ist in der Juniausgabe des deutschen ROLLING STONE erschienen, der seit Donnerstag, 27. Mai 2010 im Handel ist.
Berlin (ots) Letzte Änderung: 28.05.2010
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