IFA-Gruppe stellt gelenklosen Leichtbau-Sitz vor
Funktionales Rückgrat der Konstruktion ist das einteilige Sitzgestell, das aus einer Mixtur von Kohlefaser und Glasfaser gefertigt wird. In eine Epoxidharzmatrix eingebettet wiegt dieser Sitz 50 Prozent weniger als ein herkömmliches Stahl-Konzept. Diverse Funktionalbauteile, wie zum Beispiel Gurtführungen oder Gurtschlösser, können in die patentierte Faserverbundstruktur integriert werden. Schrauben, Schweißungen und Nieten entfallen komplett. Auch das Scharnier der Lehne wird in einem Stück hergestellt, entsprechend werden weniger mechanische Teile verbaut. Die Lehne und die Sitzfläche lassen sich so ohne komplizierte Gelenke lediglich mit Zug und Druck verstellen.
Das Kürzel IFA, das einst alle Fahrzeugbau-Kombinate in der DDR im Namen führten, stand früher für Industrieverband Fahrzeugbau. 1992 wurde das Unternehmen privatisiert. 2009 erfolgte der Zusammenschluss mit der Rotorion GmbH aus Friedrichshafen. Die IFA-Rotorion-Holding produziert heute an den Standorten Haldensleben, Gardelegen, Friedrichshafen und Charleston (USA) mit 1000 Mitarbeitern Längswellen, Seitenwellen, Gleichlaufgelenke und Kreuzgelenke für die Automobilindustrie. Zusätzlich übernimmt das Unternehmen im Auftrag der Industrie Entwicklungsdienstleistungen in den Bereichen Antriebstechnik und Leichtbau. (ampnet/jri)
Peter Schwerdtmann Letzte Änderung: 29.09.2010
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