In Hannover wird gegen die Umweltzone protestiert

Rund 200 Teilnehmer werden heute (23. April 2008) in Hannover zu einer Protestveranstaltung mit Autokorso gegen die Umweltzone in der Stadt erwartet. Die Initiative hatte Roland Jasinowska, der bald weder mit dem Pkw noch dem Lkw seines kleinen Entsorgungsbetriebes seiner Arbeit in den ausgewiesenen Stadtbereichen nachgehen kann. Nach Ende der Übergangsfrist will die niedersächsische Landeshauptstadt Verstöße gegen Fahrverbote in den Umweltzonen ab Mai mit 40 Euro und einem Punkt ahnden.

In Hannover sind mittlerweile auch Klagen gegen die Fahrverbote anhängig. Rechtsanwalt Christian Reinicke, der drei Senioren vertritt, sieht in den Umweltzonen einen schweren Eingriff in die Bürgerrechte. Auch sei fraglich, ob die getroffenen Maßnahmen tatsächlich dazu beitragen, die Luft reiner zu halten. Ein nicht unerheblicher Anteil der Feinstaubbelastung stamme zum Beispiel vom Reifenabrieb, und der sei unabhängig davon, ob ein Fahrzeug mit oder ohne Plakette unterwegs ist. Roland Jasinowska hat inzwischen im Internet die Kommunikationsplattform www.anti-plakette.de ins Leben gerufen. (ar/jri) Letzte Änderung: 23.04.2008









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