Initiative Road Safety: Klimaschutz darf nicht zu Lasten der Sicherheit gehen

In der gegenwärtigen Diskussion um Klimaschutz und Tempolimit warnt die private Initiative Road Safety vor einer generellen Verteufelung von größeren Autos. Vor allem die Sicherheitsausstattung von Mittel- und Oberklassefahrzeugen dürfe dabei nicht aus den Augen verloren werden und dem Klimaschutz geopfert werden.

Zwar sei die Zahl der im Straßenverkehr Getöteten und der Schwerverletzten in der ersten Jahreshälfte 2007 erstmals seit Jahren wieder gestiegen, aber man müsse sich auch fragen, wie diese Entwicklung ausgesehen hätte, "wenn in Deutschland nur Kleinwagen unterwegs gewesen wären". Es gebe keine Erhebung, die Unfälle nach Fahrzeugsegmenten unterscheidet, aber man müsse davon ausgehen, dass bei einem höheren Anteil von kleineren Fahrzeugen mit zum Teil deutlich geringerer Sicherheitsausstattung, die Unfallbilanz noch schlechter ausgefallen wäre.

Nach wie vor seien Autobahnen die sichersten Straßen in Deutschland, hält Friedrich-Georg Väth von der Initiative Road Safety den Befürwortern eines Tempolimits entgegen. Zwar habe die Zahl der Unfälle mit Personenschäden auch dort in den vergangenen Monaten leicht zugenommen, es wurden dabei jedoch 4,3 Prozent weniger Menschen getötet und 2,9 Prozent weniger Personen schwer verletzt als im vergangenen Jahr. Die großen Steigerungsraten seien innerorts sowie auf Landes- und Bundestrassen zu verzeichnen, wie das Statistische Bundesamt melde.

Wer grundsätzlich gegen Oberklassefahrzeuge sei, vergesse, dass gerade von dieser Autoklasse wichtige Impulse für die Sicherheitstechnologie ausgehen, die sich anschließend zum Teil auch in kleineren Modellen wieder finden. Doch bei Kleinwagen seien eben auch technische und kostenseitige Grenzen gesetzt. So erkläre sich die geringe ESP-Quote in dieser Klasse auch durch den im Verhältnis zum Fahrzeuggesamtpreis deutlich höheren Mehrpreis. Würde man alle verfügbaren Sicherheitsfeatures in Kleinwagen einbauen wollen, hätte man außer einem Kosten- zusätzlich ein Platz- und Gewichtsproblem, wobei das Ungleichgewicht zum Lkw nicht wesentlich verändert würde, glaubt die Initiative Road Safety. (ar/jri) Letzte Änderung: 21.11.2007









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