Innovationspreis für Fahrerassistenz-Systeme
· Sicherheitsfunktion auf Basis des Adaptive Cruise Control (ACC)
· Hilft Unfälle zu vermeiden oder deren Schwere zu mindern
MÜNCHEN – Die vorausschauenden Sicherheitssysteme "Predictive Safety Systems" von Bosch wurden heute in München mit dem Innovationspreis des Allgemeinen Deutschen Automobil-Clubs e.V. (ADAC) ausgezeichnet Die Jury würdigt mit dem Preis herausragende Leistungen und Initiativen im Bereich Mobilität. Bernhard Lucas, bei Bosch Projektleiter Longe-Range-Radar-Systeme im Geschäftsbereich Automobilelektronik, anlässlich der Verleihung des "Gelben Engels": "Bosch ist stolz über die Auszeichnung der innovativen Sicherheitsfunktionen durch den ADAC als Interessenvertreter vieler Millionen Autofahrer in Deutschland. Mit den Predictive Safety Systems werden wir künftig viele Kollisionsunfälle verhindern oder deren Folgen erheblich mindern können." Die neuen Fahrerassistenz-Systeme unterstützen den Fahrer in Situationen, in denen eine Kollision droht. Dazu werden die bekannten Bremsregelfunktionen Antiblockiersystem ABS, Elektronisches Stabilitäts-Programm ESP(r) und hydraulischer Bremsassistent mit der Radarsensorik des Adaptive Cruise Control ACC und künftig auch mit der Videosensorik kombiniert.
Bosch wird die Predictive Safety Systems in drei Stufen auf den Markt bringen. In der ersten Stufe baut das System – für den Fahrer unmerklich – präventiv Bremsdruck auf, legt vorsorglich die Bremsbeläge an die Scheiben an und versetzt den hydraulischen Bremsassistenten in "Alarmbereitschaft", wenn der Radarsensor unfallkritische Situationen ermittelt. Bremst der Fahrer, erhält er die schnellstmögliche Bremsreaktion bei optimalen Verzögerungswerten und damit den kürzestmöglichen Anhalteweg. Entschärft sich die Verkehrssituation oder bleibt die Bremsung aus, wird die Alarmbereitschaft wieder aufgehoben. Das System geht 2005 in Serie. Das Predictive Safety System der 2. Generation bereitet im Notfall nicht nur die Bremsanlage vor, es warnt den Fahrer zudem rechtzeitig vor kritischen Verkehrssituationen und kann damit in vielen Fällen Unfälle verhindern. Dazu löst das System beispielsweise einen kurzen, starken Bremsruck aus. Bosch plant die Serieneinführung für 2006. Die dritte Ausbaustufe des Predictive Safety Systems erkennt eine unvermeidbare Kollision mit einem vorausfahrenden Fahrzeug und löst in diesem Fall zusätzlich eine automatische Notbremsung mit maximaler Fahrzeugverzögerung aus. Damit reduziert es insbesondere die Schwere eines Unfalls, wenn der Fahrer nicht oder nur unzureichend auf die vorausgegangenen Warnungen reagiert hat. Um die Unvermeidbarkeit der Kollision sicher erkennen zu können, müssen weitere Sensoren, beispielsweise Videokameras, die Radarsensorik unterstützen.
Die Predictive Safety Systems sind Teil des CAPS-Konzepts von Bosch. CAPS (Combined Active and Passive Safety Systems) steht für die umfassende Vernetzung von Sensoren und Steuergeräten bereits vorhandener Sicherheits- und Komfortsysteme im Fahrzeug, beispielsweise von ESP(r), ACC und auch Airbag-Steuerung. Daraus ergeben sich neuartige, erweiterte Sicherheitsfunktionen. An der Vision vom unfallfreien Fahren arbeitet Bosch mit hohem Ressourceneinsatz und unterstützt so das Ziel der EU-Kommission, die Zahl der Verkehrsopfer in der EU bis 2010 zu halbieren.
Letzte Änderung: 22.01.2005Leser dieser News interessierten sich auch für folgende Themen:
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