Investor aus Holland rettet Knaus Tabbert Wohnwagen

Der insolvente Wohnwagenhersteller Knaus Tabbert ist gerettet. Medienberichten zufolge hat ein auf Sanierungsfälle spezialisierter Investor aus den für die Liebe zu Campingmobilen bekannten Niederlanden das bayerische Traditionsunternehmen gekauft.

"Wir haben damit unser Ziel, den Erhalt aller drei Standorte der Knaus Tabbert Group und einer möglichst großen Zahl von Arbeitsplätzen, erreicht", sagte Insolvenzverwalter Michael Jaffé, der einst auch die Kirch-Pleite geregelt hatte. Der auf die Übernahme von Firmen "in Umbruchsituationen" spezialisiert e Investor HTP Investments will - so Jaffé - in die Standorte in Bayern, Hessen und Ungarn investieren. Knaus Tabbert solle zu einem "führenden Unternehmen auf dem europäischen Wohnwagen- und Reisemobilmarkt" werden, haben die Niederländer danach erklärt.

Der Caravan-Hersteller hatte im Oktober Insolvenz angemeldet, nachdem Kreditverhandlungen mit einem Bankenpool unter Führung der BayernLB gescheitert waren. Durch sinkende Verkaufszahlen war Knaus Tabbert das Geld ausgegangen, der Umsatz um 15 Millionen auf 305 Millionen Euro geschrumpft. HTP gehören in Deutschland bereits der Kunststoffhersteller Tectro, der Betonteilehersteller Stelcon und die Lurgi Lentjes Standard Kessel. Insgesamt setzt HTP europaweit mehr als zwei Milliarden Euro um. In der Firmengruppe sind 8000 Menschen beschäftigt. (ar/Sm) Letzte Änderung: 04.01.2009









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