Jaguar feiert auf dem Nürburgring 75-jähriges Markenjubiläum
1935 wurde der S.S. 100 als erstes Modell der bereits 1922 gegründeten Swallow Sidecar Company mit der Zusatzbezeichnung "Jaguar" versehen. Der Name der Raubkatze stand in Kennerkreisen rasch für Kraft und Geschmeidigkeit und wurde nach dem Zweiten Weltkrieg zur Markenbezeichnung. Mit Sportwagen wie dem 1948 vorgestellten XK 120 und dem E-Type von 1961 setzte Jaguar in der Folge Design-Meilensteine. Letzterer wurde als Cabrio als nur eines von drei Autos überhaupt 1996 in die Dauerausstellung des "Museum of Modern Art" in New York aufgenommen. Auch der noch von Firmenchef Sir William Lyons selbst gezeichnete erste XJ von 1968 gilt als zeitlose Skulptur des Luxuswagen-Segments.
Doch nicht nur designerisch, sondern auch technologisch erwies sich Jaguar immer wieder als Vorreiter: So setzte die Marke aus Coventry beispielsweise als erster Hersteller Scheibenbremsen ein. 1953 gaben sie in Le Mans ihr Renndebüt, nur vier Jahre später profitierte schon der 210 PS starke XK 150 als erstes Serienmodell von der damals bahnbrechenden Technologie. 1999 bot Jaguar als erster Hersteller die adaptive Geschwindigkeitsregelung ACC an, und 2002 wurde der XJ als erstes Modell weltweit mit einer selbsttragenden Aluminiumkarosserie vorgestellt. Diese im Automobilbau bis heute völlig neue Fertigungstechnologie basiert auf einer Niet- und Klebetechnik, die erstmals in der Raumfahrt Anwendung fand. Im neuen XJ kommt sie nun schon in zweiter Generation zum Einsatz.
Beim Oldtimer-GP wird neben dem S.S. 100 3 ? itre von 1938 der XK 120 zu sehen sein, mit dem im August 1952 vier Piloten (darunter Stirling Moss) in Monthléry neun internationale Geschwindigkeits-Weltrekorde aufstellten. Mit dem D-Type und dem XJR-9 stehen die Le Mans-Sieger von 1955 bis 1957 und von 1988 am Nürburgring. Dazu kommen der Tourenwagen-Europameister 1984 - ein XJS - und ein offener E-Type, mit dem Privatteams Mitte der 1970er-Jahre auf US-Rennstrecken siegten. Komplettiert wird die Fahrzeugausstellung durch den "R3", ein 2002 von Eddie Irvine gesteuerter Formel-1-Wagen. (ampnet/jri)
Peter Schwerdtmann Letzte Änderung: 06.08.2010
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