Jedes zweite Auto bei GTÜ-Hauptuntersuchung mit Mängeln
Deutschlands größte amtlich anerkannte Überwachungsorganisation freiberuflicher Kfz-Sachverständiger nahm in den ersten sechs Monaten insgesamt 1,7 Millionen Fahrzeuge bei der Hauptuntersuchung unter die Lupe. Sorge bereitet der GTÜ vor allem das Sicherheitsrisiko älterer, ungepflegter Fahrzeuge. Während die Prüfer an 100 Pkw bis drei Jahre alt durchschnittlich 30 Mängel (Vorjahr: 27) diagnostizierten, spürten sie an 100 Autos mit einem Alter von über neun Jahren 305 (227) Mängel auf.
Insgesamt waren in der Altersgruppe über neun Jahre 71 Prozent aller untersuchten Pkw mit Mängeln unterwegs. Fast jedes dritte Auto wies erhebliche Mängel auf oder war gar verkehrsunsicher.
Gründe sind häufig die vernachlässigte Wartung und das Verschieben von Verschleißreparaturen, die von den Autobesitzern meist aus Kostengründen nicht durchgeführt werden. Hinzu kommt die zunehmende Überalterung des Fahrzeugbestands in Deutschland. Das Durchschnittalter aller Pkw liegt heute bei über acht Jahren. Mehr als 20 Prozent der Autos sind inzwischen über zwölf Jahre alt.
Auch bei jüngeren Pkw jüngeren Alters nimmt die Zahl der Mängel zu. Spitzenreiter in der GTÜ-Statistik sind nach wie vor Defekte an Beleuchtung und Elektrik mit 21,3 Prozent. Platz zwei belegen die mangelhaften Bremsen mit 19,2 Prozent, gefolgt von Achsen, Rädern und Aufhängungen mit 18,5 Prozent. Auch diese Ergebnisse lagen über den Vojahreswerten. (ar/jri) Letzte Änderung: 24.09.2007
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