Johnson Controls liefert Interieurprodukte für Mercedes C-Klasse
Johnson Controls betrat bei der Produktion des Dachhimmels technologisches Neuland: Mit einer neuen Rundtischanlage konnte das Unternehmen nicht nur die Fertigungseffizienz steigern, sondern gleichsam auch die Qualität optimieren. Auch für den Sitzbereich hat das Unternehmen ein neues Verfahren entwickelt: Lasergeschweißte Rücksitzlehnen. Als Pionier bei der so genannten Laser-Remotetechnik realisierte Johnson Controls auch bei der Produktion der Sandwichstrukturen für die Rücksitzlehne eine Neuerung: Das Verfahren bewährte sich bereits bei anderen Bauteilen in Kombination mit klassischen Schweißtechniken. Nachdem die
Spezialisten die Rücksitzlehne lasergerecht designt hatten, konnte die Laser-Remotetechnik erstmals allein für ein Großserienbauteil eingesetzt werden. Bei diesem Verfahren wird der energiereiche Laserstrahl zunächst in eine Scannerbox geleitet und von dort blitzschnell über Spiegel an die einzelnen Schweißstellen des Bauteils umgeleitet. Weil dafür nur die Spiegel - und keine schweren Schweißzangen mechanisch bewegt werden müssen, geht dies bis zu sechsmal schneller als beim klassischen Widerstandsschweißen. Zu den weiteren Vorteilen der neuen Technologie zählt eine bis zu 25 Prozent höhere Festigkeit der Schweißnaht.
Bei der Instrumententafel kennzeichnen bewährte Verfahren die Produktion. Aufgrund der hohen Qualitätsanforderungen kommen spritzgegossene Trägerwerkstoffe mit einer Poly-Urethan Sprühhaut zum Einsatz. Erstmals in der Großserienfertigung ist ein Knieairbag integriert, für den unterhalb der Lenksäule eine lasergeschwächte Sollbruchstelle zur Entfaltung vorgesehen ist. (ar/os) Letzte Änderung: 19.04.2007
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