Jüngere Gebrauchte sind nach acht Jahren die bessere Wahl
Sein Auto bis zur Verschrottung weiter zu fahren, kann teures Vergnügen werden, stellt Dekra fest. Oft müssen hohe Reparatur- und Wartungskosten in Kauf nehmen, die aber zumeist bei der Betrachtung der Betriebskosten vernachlässigt werden. Eine Reihe von älteren Fahrzeugen werden aufgrund fehlender Abgasreinigungssysteme oder relativ teurer Nachrüstung für den Halter ebenfalls schnell unwirtschaftlich. Zudem schlägt die fehlende Ausstattung mit Sicherheits- und Komfortelektronik in der Gesamtbetrachtung negativ zu Buche.
Dem Dekra-Kostenvergleich zufolge bietet der Umstieg von einem alten Auto (8 Jahre) auf einen jungen Gebrauchten (4 Jahre) bei Kleinwagen, Kompaktautos und Vans Kostenvorteile. Überraschend: Bei Kleinwagen ist sogar der Wechsel auf einen Neuwagen die günstigste Wahl.
Bei Kompakten und Vans ist der Neuwagen für einen Aufpreis von im Schnitt 48 bzw. 99 Euro pro Monat zu haben. Auch in der Mittelklasse und der Oberen Mittelklasse empfiehlt sich ein Wechsel von Alt auf Jung für einen moderaten Aufpreis von durchschnittlich 22 bzw. 57 Euro pro Monat.
Selbst in der oberen Mittelklasse, also im Revier von Audi A6, BMW 5er und Mercedes E-Klasse, fallen die Unterschiede bei den Gesamtkosten zwischen alten Fahrzeugen (72,80 Cent pro Kilometer) und jungen Gebrauchten (77,16 Ct/km) relativ knapp aus: Für 680,16 Euro jährlich oder 56,68 Euro pro Monat mehr kann der Autofahrer die jüngere Variante fahren.
Nach Berechnungen des Kraftfahrtbundesamtes (KBA) erreichte das Durchschnittsalter von Pkw Ende 2006 mit 8,1 Jahren einen neuen Höchststand. Erst nach durchschnittlich zwölf Jahren (Stand: 1.1.2007) wandern Autos auf den Schrottplatz oder ins Ausland. (ar/jri) Letzte Änderung: 10.04.2008
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