Kampf gegen Plagiate auf der Automechanika
Erstmals bei einer Automechanika hat sich die Bundesbehörde in diesem Jahr zu einem zusätzlichen Rundgang durch die Messehallen entschlossen. Die rund 30 Zollbeamten werden von Patentanwälten begleitet, die neben der juristischen auch eine technische Ausbildung haben.
Bereits am Vortag hatten die Späher und Anwälte der Firmen Vorarbeit geleistet. 25 Firmen hatten sich beim Zoll mit ihren Schutzbegehren angemeldet, konkrete Verdachtsfälle hatten dann aber nur neun. Rund 40 von 4680 Ständen wurden näher unter die Lupe genommen. Ein Schwerpunktland für Plagiate lässt sich kaum feststellen. Die Produktpiraten kommen aus China und Taiwan ebenso wie aus Ägypten oder Malaysia, berichten die Fahnder.
Für Wiederholungstäter hat die Staatsanwwaltschaft verfügt, dass Sicherheitsleistungen einkassiert werden dürfen: 1500 Euro beim zweiten Mal und 5000 Euro beim dritten Verstoß. Zu Prozessen mit den ausländischen Firmen kommt es jedoch eigentlich nie. In Deutschland kosten die Plagiate nach Einschätzung des Kölner Instituts der Deutschen Wirtschaft etwa 70 000 Arbeitsplätze pro Jahr. (ar/nic) Letzte Änderung: 18.09.2008
Kampf gegen Plagiate auf der Automechanika. Foto: UnitedPictures
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