KBA: Gewinner und Verlierer 2006
2006 erholte sich italienische Marken (+ 29,6 %) auf dem deutschen Automobilmarkt von einer längeren Durststrecke. Frankreich (- 3,9 %) und Südkorea (- 1,5 %) konnten von dem Aufschwung nicht profitieren. Trotz einer Einbuße von 10,9 Prozent ist Renault weiterhin stärkste Import-Marke in Deutschland. Der zum selben Konzern gehörende Billig-Anbieter Dacia erzielte dagegen einen Rekord-Zuwachs von 207 Prozent.
Bei den deutschen Herstellern konnten zum Jahresende VW (+ 10,8 %), Porsche (+ 5,6 %), Audi (+ 5,5 %) und BMW (+ 2,2 %) schwarze Zahlen aufweisen. Der Anteil deutscher Marken ging 2006 leicht zurück (64,0 %).
Neben den sparsamen Fahrzeugen des Mini-Segments (+ 15,3 %) fanden vor allem Geländewagen (+ 16,5 %) reichlich Zuspruch. Pkw der teuren Oberklasse (+ 10,6 %) sind mit den familienfreundlichen Vans (+ 10,3 %) auf ähnlichem Wachstumskurs. Bei der Kraftstoffart hat der Diesel um 7,7 Prozent zugelegt. Während der Durchschnittsverbrauch bei Diesel-Pkw stagniert (6,5 l/100 km) ging er bei den Benzinern leicht zurück (7,4 l/100 km). Flüssiggas (+ 206 %) und Erdgas (+ 44 %) werden zurzeit als Alternative besonders hoch gehandelt. 15 775 neue Pkw waren 2006 mit dieser Antriebsvariante ausgestattet.
Der Nutzfahrzeugmarkt, der auch gern als Konjunkturbarometer herangezogen wird, konnte die positive Jahresbilanz von 2005 fortsetzen. Lkw (+ 11,9 %) und land-/forstwirtschaftliche Zugmaschinen (+ 20,2 %) legten wiederum kräftig zu. Die Lage bei den Krafträdern ist nach wie vor eingetrübt. 2006 gingen sie mit - 2,5 Prozent in die Jahresbilanz. Im laufenden Jahr wurden insgesamt 3,99 Mio. Kraftfahrzeuge (+ 4,1 %) und 270 000 Anhänger (+ 14,4 %) neu zugelassen.
Erstmals nach sieben Jahren stehen in der Bilanz der gebrauchten Fahrzeuge wieder schwarze Zahlen. Die Besitzumschreibungen beliefen sich 2006 auf insgesamt 7,52 Mio. Kfz (+ 0,9 %). Bei den Pkw stiegen die Halterwechsel um 1,2 Prozent an. (ar/sb) Letzte Änderung: 05.01.2007
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