Kfz-Gewerbe: 29 Prozent Rabatt sind unrealistisch
Laut einer gestern veröffentlichten Studie des CAR-Center Automotive Research der FH Gelsenkirchen summiert sich die Höhe der Rabatte oder Incentives im Durchschnitt auf 18 Prozent des Neupreises. Das Institut von Ferdinand Dudenhöffer hat 168 offizielle Rabattaktionen von den etablierten Herstellern gezählt, ohne dabei Tageszulassungen oder Abnahme-Prämien zu berücksichtigen. Bei einigen Herstellern räumt die Studie mögliche Rabatte von bis zu 29 Prozent ein.
Diese Nachrichten schürten beim Privatkunden eine überzogene Erwartungshaltung, die sich im Verkaufsgespräch zur Konsum hemmenden Enttäuschung verkehre. Helmut Blümer, Sprecher des Deutschen Kraftfahrzeuggewerbes, forderte die Beteiligten auf, in einer sensiblen konjunkturellen Phase mit Kaufzurückhaltung den Handel auch als das kommunikative Bindeglied zwischen Produzent und Konsument nicht immer wieder mit "Rabatt-Märchen" zu belasten.
Der Automobilhandel habe keine kaufmännischen Spielräume, um einer "märchenhaften Scheinwelt" zu erliegen. Die Realität des Autojahres 2007, sagte Blümer, sehe so aus, dass der Automobilhandel eine Umsatzrendite vor Steuern von unter einem Prozent erwirtschafte. (ar/os) Letzte Änderung: 21.03.2007
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