Kfz-Gewerbe

Im Süden sind Lehrstellen vakantIm Süden Deutschlands ist es bereits heute schwierig, alle Lehrstellen im Kfz-Gewerbe durchgängig mit qualifizierten Bewerbern zu besetzen. In anderen Bereichen des Bundesgebietes, vor allem in Norddeutschland und im Ruhrgebiet, gäbe es pro ausgeschriebene Lehrstelle bis zu 30 Bewerbungen. Auf diese Unterschiede hat jetzt Ingo Meyer, im Zentralverband für Aus- und Weiterbildung zuständiger Geschäftsführer in einem Interview mit dem Branchendienst PS-Report hingewiesen.

Meyer verwies in dem am Samstag erscheinenden Interview unter anderem darauf, dass bereits heute die Aus- und Weiterbildungsmöglichkeiten im Kfz-Gewerbe offensiv kommuniziert werden und die Be-triebe sich „auf dem Ausbildungsmarkt als potenzielle Kandidaten” für Schulabgänger präsentieren müssten. Mit Blick auf 2008 und die signifikanten demografischen Veränderungen müsse es bereits jetzt zu vermehrten Aktivitäten der Betriebe kommen.

Die Unternehmen des Kfz-Gewerbes hätten, so Meyer, bereits vielfältigste Initiativen ergriffen. Die Situation werde in vier Jahren aber auch deshalb schwierig, weil das staatliche Ausbildungssystem mit Schulen, Fachschulen und Fachhochschulen in Konkurrenz zu einem dualen System stehen könne. Aufgrund der Tendenz zur Ein-Kind-Familie in Deutschland bestünde vielfach die finanzielle Basis, dieses „statt in die Lehre weiter in die Schulen zu schicken”. Damit seien dann meistens Potenziale einer betrieblichen Ausbildung verloren.

Letzte nderung: 12.04.2004









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