Kfz-Steuer Reform wird erwartet

Der ADAC hat die Pläne der Bundesregierung zur Reform der Kfz-Steuer begrüßt. Die geplante kurzfristige Steuerbefreiung für alle Neuzulassungen im Jahr 2009 ist grundsätzlich zu begrüßen. Allerdings, so der Club, muss die kommende Regelung unbedingt bereits jetzt durch eine langfristige, CO2-orientierte Umgestaltung der Kfz-Steuer begleitet werden. Keinesfalls darf eine kurzfristige Neuregelung dazu führen, dass die bisherigen Pläne für eine CO2-Steuer aufgegeben werden.

Der Club schlägt vor, eine Befreiung beispielsweise bereits ab dem Tag des Kabinettsbeschlusses zu gewähren. Allerdings ist außerdem zu bedenken, dass eine flächendeckende Steuerbefreiung große Autos am stärksten fördert. Die CO2-bezogene Kfz-Steuer, die der ADAC seit Jahren im Rahmen eines eigenen Konzepts fordert, setzt dagegen umweltbezogene Anreize.

Die vorgeschlagene Aussetzung der Kfz-Steuer für Neufahrzeuge könne ein erster Startschuss für die Ankurbelung des Fahrzeugabsatzes, für die Stabilisierung der Konjunktur und damit für die Sicherung von Arbeitsplätzen am Standort Deutschland sein, erklärte Matthias Wissmann, Präsident des Verbandes der Automobilindustrie (VDA). Es komme dabei darauf an, dass die umweltfreundlichen Neufahrzeuge aller Hersteller in jedem Segment von der Neuregelung betroffen seien. "Dann bekämen wir eine schnelle und vor allem unbürokratische Lösung, die sofort eine breite Wirkung im Markt entfalten könnte - bei Privatkunden genauso wie bei Firmenkunden - und die ebenso dem Umweltschutz dient." (ar/nic) Letzte Änderung: 30.10.2008

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