Kleinwagen häufig immer noch ohne ESP
Auch der ADAC appelliert an Käufer und Hersteller gleichermaßen, für eine weitere Verbreitung des lebensrettenden ESP auch in kleineren Modellen zu sorgen. Für viele kleinere Modelle steht es vielfach noch nicht zur Verfügung. Die EU-Kommission hat es sich zum Ziel gesetzt, dass spätestens von 2012 an alle Neuwagen mit ESP ausgerüstet werden.
Trotz der Lücke bei Klein- und Kleinstwagen bewertet Bosch die Entwicklung ansonsten positiv. 2006 hatten in Europa 43 Prozent aller neu zugelassenen Pkw ESP an Bord, drei Prozentpunkte mehr als im Vorjahr. Von den Neuwagen in Deutschland waren 2006 insgesamt 77 Prozent mit dem elektronischen Lebensretter ausgerüstet - im Jahr zuvor noch 72 Prozent. Damit belegt Deutschland im europäischen Vergleich Platz zwei hinter Schweden mit einer Quote von 91 Prozent. Selbst in der Kompaktklasse verfügen bereits 96 Prozent der in Deutschland neu zugelassenen Fahrzeuge über ESP (2006: 92 Prozent). Der Durchschnittswert der fünf Hauptabsatzmärkte liegt nur bei 69 Prozent. In einigen Ländern wie Großbritannien ist selbst die Mittelklasse häufig noch nicht serienmäßig mit ESP ausgestattet.
Für Autofahrer, die sich einen Neuwagen kaufen möchten, haben die Sicherheitsexperten des European New Car Assessment Programme (Euro NCAP) eine hilfreiche Übersicht erstellt. Diese listet alle in Europa angebotenen Pkw-Modelle in den jeweiligen Ländern auf und zeigt, ob ESP serienmäßig, optional oder gar nicht verfügbar ist. Die Liste steht unter www.euroncap.com/esc.aspx im Internet. (ar/jri) Letzte Änderung: 09.08.2007
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