Klimaschutz nur durch ganzheitlichen Ansatz erreichbar

In Dresden hat die 3. Internationale Konferenz über umweltfreundliche Fahrzeuge stattgefunden. In diesem Rahmen stellte Matthias Wissmann, Präsident des Verbandes der Automobilindustrie (VDA) in seiner Rede fest, dass Klimaschutz eine Aufgabe für die gesamte Gesellschaft sei und übergreifende Lösungsansätze erfordere.

Der VDA-Präsident warnte vor einer Fokussierung der Bemühungen zur CO2-Reduktion auf fahrzeugtechnische Lösungen. "Die Auto-industrie will und wird ihren Beitrag leisten. Aber allein mit starren Vorgaben für den CO2-Ausstoß unserer Motoren werden wir die ambitionierten Klimaschutzziele nicht erreichen", so Wissmann.

Biokraftstoffe hätten ein enormes Potenzial zur CO2-Reduktion, so Wissmann weiter. Alleine in Deutschland könnten demnach mit den Kraftstoffen der 2. Generation über 30 Prozent des Kraftstoffbedarfs substituiert werden. Wichtig sei hier eine Konzentration auf diejenigen Biokraftstoffe, die einerseits ein hohes Mengen- und somit fossiles Substitutionspotenzial aufwiesen und die in ihrer CO2-Bilanz vom Acker bis zum Auspuff besonders hohe Einsparungen realisieren könnten.

Der VDA-Präsident erneuerte seinen Appell an die Politik, die Diskussion um die klimafreundliche Besteuerung von Fahrzeugen rasch zu einem konstruktiven Ende zu bringen. Auch beim Klimaschutz müsse ökonomische Vernunft gelten. "Der Staat muss durch sinnvolle und nachvollziehbare Maßnahmen Anreize setzen, damit die Menschen dort CO2 vermeiden, wo die Vermeidungskosten am geringsten sind", schloss Wissmann. (ar/nic) Letzte Änderung: 19.11.2007









Leser dieser News interessierten sich auch für folgende Themen:

Autonews Archiv
Aktuelle Umfrage
Würden Sie auf ein Auto verzichten, wenn Sie könnten?
Kfz-Newsletter
Jede Woche die aktuellen News über neue Autos, Termine und Unterhaltsames aus der Kfz-Branche
Newsletter abonnieren

Sie sind hier: Startseite > Autonews > Archiv > November 2007 > Klimaschutz nur durch ganzheitlichen Ansatz...