Kommentar: Downsizing

Das neue Zauberwort bei der Motorenentwicklung heißt "downsizing" und steht für die Verringerung der Zylinderzahl und des Hubraums sowie für Leistung durch Aufladung. Aber nicht nur die Motortechnik geht bei der Größe einen Schritt zurück, um die gleiche Leistung aus kleineren Motoren zu holen. Der Autokäufer in Deutschland verhält sich ähnlich; denn der Kleinwagenmarkt hierzulande hat in den ersten drei Monaten dieses Jahres um 22 Prozent zugelegt.

Dabei lassen sich zwei unterschiedliche Trends festhalten. Auf der einen Seite feiern die Schlichtautos wie der Dacia Logan einen Erfolg nach dem anderen, so dass sich sogar Lada wieder auf den deutschen Markt wagt und die Chinesen drängen. Auf der anderen Seite finden die Großen unter den Kleinen viele Kunden, die ihr Auto mit allem hochrüsten, was die Preisliste hergibt. Volllederausstattung, Klimaautomatik, Bose-Klangsystem, die große Navi, das Sicherheitspaket und auf jeden Fall die großen Räder müssen dann schon sein.

Und alle sind glücklich: Der Händler, weil er bei den Kleinen weniger Rabatt gewähren muss, der Käufer, weil er kostengünstig zu Komfort, Luxus und Sicherheit gekommen ist und darüber hinaus seine Kraftstoffkosten drückt, der Hersteller, weil er bei den Zusatzausrüstungen eine bessere Gewinnspanne übrig behält und die Umwelt, weil der kleinere Wagen weniger Abgas in die Umwelt bläst. Kein Wunder, wenn unter diesen Umständen der Begriff "Premium" auch beim Kleinwagen Einzug hält. (ar/Sm) Letzte Änderung: 04.04.2008









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