Kommentar: Jetzt soll der Diesel ran
Seit Oktober gilt die von der US-amerikanischen Umweltbehörde Environment Protection Agency (EPA) verordnete Höchstgrenze für Schwefel in Diesel. Jetzt sind nicht nur alle bisher schon in den Staaten laufenden Diesel sauberer, nun können beim Diesel die in Deutschland schon üblichen Abgasreinigungssysteme gegen Feinstaub und auch gegen Stickoxid eingesetzt werden.
Jetzt träumen die Amerikaner von 20 Prozent weniger Kohlendioxid-Emissionen und rund 30 Prozent Kraftstoffeinsparung durch den Diesel. So rechnet die EPA vor: Wenn nur ein Drittel der amerikanischen Personenwagen und Light trucks mit Diesel führen, dann müssten die USA nicht mehr täglich 1,4 Mio Barrel Rohöl aus Saudiarabien importieren. Wenn man dann auch noch auf Biodiesel umstiege, könnte man sogar die Farmer zufrieden stellen.
Da schauen Blätter wie die Mitgliederzeitschrift der Gesellschaft der Automobilingenieure (Automotive Engineerung international) auf einmal mit Neid auf die Nicht-Amerikaner. So stellt das Blatt in seiner aktuellen Ausgabe fest, jetzt bringe Volkswagen den Touareg V 10 TDI als erstes leichtes "Nutzfahrzeug" mit Dieselpartikelfilter in die USA, DaimlerChrysler spreche über Bluetech, während auch Honda sich genötigt sehe, eilig anzukündigen, dass man in den nächsten drei Jahren ebenfalls einen modernen Dieselmotor anbieten könne.
Der Boden ist also bestellt für einen großen Auftritt der Deutschen in der kommenden Woche bei der Auto-Ausstellung in Los Angelos. Amerika ist mehr denn je bereit, die Diesel-Botschaft von DaimlerChrysler, Volkswagen und anderen auf- und anzunehmen. (ar/Sm) Letzte Änderung: 26.11.2006
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